KSC bindet Kapitän Jerôme Gondorf bis 2023

Karlsruher (fal) – Vor dem Heimspiel gegen St. Pauli am Samstag hat der KSC die Vertragsverlängerung von Kapitän Jerôme Gondorf verkündet. Gegen die Hanseaten will Trainer Eichner defensiv gut stehen.

Gegen St. Pauli fehlt Jerôme Gondorf noch, darüber hinaus meldet sich der KSC-Kapitän zum Dienst – bis mindestens Sommer 2023. Foto: Markus Gilliar/GES

© GES/Markus Gilliar

Gegen St. Pauli fehlt Jerôme Gondorf noch, darüber hinaus meldet sich der KSC-Kapitän zum Dienst – bis mindestens Sommer 2023. Foto: Markus Gilliar/GES

Die erste Erfolgsmeldung gab es bereits vor dem Zweitliga-Heimspiel gegen St. Pauli am Samstag: Der Karlsruher SC gab am Donnerstag bekannt, dass er den im Juni nächsten Jahres auslaufenden Vertrag mit Jerôme Gondorf vorzeitig bis 2023 verlängert hat. „Der gesamte Club und auch wir als Mannschaft haben eine tolle Entwicklung genommen. Auch in Zukunft möchte ich dabei eine wichtige Stütze sein“, erklärte der KSC-Kapitän.

Er und seine Mitspieler fiebern der Fertigstellung des neuen Stadions entgegen und wollen „in diesem Tempel endlich loslegen.“ Der 33-jährige Gondorf, der aufgrund eines Muskelfaserrisses aktuell passen muss, wurde in Karlsruhe geboren und war von 2005 bis 2007 im KSC-Nachwuchs aktiv, ehe er im Januar 2019 in den Wildpark zurückkehrte. Insgesamt kann der Mittelfeldspieler mittlerweile auf 110 Einsätze in der ersten Bundesliga sowie 83 Zweitligapartien zurückblicken, 56 davon für die Blau-Weißen.

KSC will weitere Kandidaten unter die Lupe nehmen

Unter personellen Gesichtspunkten stand bei den Badenern zuletzt allerdings primär die Frage im Vordergrund, wann Cheftrainer Christian Eichner seinen am Ende dieser Saison auslaufenden Vertrag vorzeitig verlängern wird. Die diesbezüglichen Verhandlungen verlaufen dem Vernehmen nach entspannt und sind in der Schlussphase. Außerdem stellte der Club nach dem Kreuzbandriss von Verteidiger Sebastian Jung Überlegungen an, ob und wenn ja wie die entstandene Lücke zu schließen sei. Zu Beginn dieser Woche nahm deshalb der vereinslose Joshua Bitter (24/zuletzt Hallescher FC) am Training im Wildpark teil. Der frühere Nationalspieler (U 19 und U 20) habe einen ordentlichen Eindruck hinterlassen, hielt sich Eichner bedeckt, ist inzwischen aber ergebnislos wieder abgereist. Der KSC wolle weitere Kandidaten unter die Lupe nehmen, aber bei Spielern, die nicht an einem geregelten Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen, Vorsicht walten lassen, erklärte der KSC-Coach: „Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, letztendlich das Richtige zu tun.“

Seine reifliche Überlegung gilt natürlich auch der Startaufstellung im Heimspiel gegen den FC St. Pauli. Einerseits könnte Eichner der Anfangself, die den Grundstein für den Karlsruher 2:1-Sieg auf Schalke am vergangenen Freitagabend legte, erneut das Vertrauen schenken. Andererseits könne es vielleicht auch nicht schaden, durch den einen oder anderen Wechsel „andere Attribute auf den Platz zu bringen.“ Weniger im Zentrum, eher auf den offensiven Außenbahnen habe er die personellen Möglichkeiten dazu. Wichtig gegen die Hanseaten sei aber weniger das eingesetzte Personal, sondern „die Art und Weise“, die der KSC auf den Platz bringen wolle und müsse.

Eichner: Kader immer noch „auf Kante genäht“

„Die haben PS, die haben Wucht, die haben Qualität“, beschreibt Eichner die Gäste. „Und wir müssen ihnen unsere Qualitäten entgegenstellen.“ Angesichts der Angriffspower der Kiez-Kicker, die man etwa an Guido Burgstaller oder Daniel-Kofi Kyereh festmachen kann, müsse der KSC „beseelt davon sein, defensiv“, also bei Ballverlust, „umzuschalten. Wir müssen es lieben, unser Tor zu schützen – und das in Reinform“, fordert Eichner beinahe philosophisch. Der KSC müsse St. Pauli „in unsere Welt holen“, und die müsse sich für die Gäste „nicht unbedingt gut anfühlen.“

Die Personalsituation habe sich laut Eichner jüngst zumindest nicht verschlechtert, der Kader sei aber immer noch „auf Kante genäht.“ Doch „die aktuelle Kapelle“, deren Auftritt in Gelsenkirchen mit drei Punkten belohnt wurde, „wartet auch auf den FC St. Pauli.“

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Erstellt:
23. September 2021, 17:40 Uhr
Lesedauer:
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