KSC gastiert beim Aufstiegsaspirant Fürth

Karlsruhe (rap) – Seit acht Ligaspielen wartet der Fußball-Zweitligist Karlsruher SC auf einen Sieg. Am Samstagmittag spielt die Eichner-Elf beim Rangzweiten Greuther Fürth.

Aus der Isolation zurück auf dem Platz – und eine Option für die Partie gegen Greuther Fürth: Lukas Fröde (am Ball) und Robin Bormuth. Foto: Helge Prang/GES

© GES/Helge Prang

Aus der Isolation zurück auf dem Platz – und eine Option für die Partie gegen Greuther Fürth: Lukas Fröde (am Ball) und Robin Bormuth. Foto: Helge Prang/GES

Mit Prognosen ist das ja so eine Sache. In der Politik bei Wahlen, aber auch im Fußball, speziell bei Saisonzielen. Nachdem der Karlsruher SC durch eine Erfolgsserie Anfang des Jahres das angestrebte Saisonziel, also den Klassenerhalt, frühzeitig eingetütet hatte, setzten sich die Blau-Weißen ein neues Ziel für die restlichen Saisonspiele. 50 Punkte, lautet dies.

Doch bevor Kapitän Jerôme Gondorf und Co. diese hehre Marke überhaupt näher ins Visier nehmen konnten, grätschte das Coronavirus im Wildpark dazwischen, gefolgt von einer 14-tägigen Quarantäne und einem anschließenden Mammutprogramm mit vier Spielen in elf Tagen.

In eben diesen vier Partien sammelte der KSC drei Zähler, zuletzt gab es am Montagabend einen späten Knock-out bei der Düsseldorfer Fortuna. Derzeit hat die Elf von Christian Eichner 45 Zähler auf dem Punktekonto – bei drei noch ausstehenden Begegnungen. Ob der KSC bis zum Ende der Runde die avisierte 50-Punkte-Marke noch knacken könne, wurde Eichner am Freitag bei der virtuellen Pressekonferenz vor der Partie am Samstag beim Aufstiegsaspiranten Greuther Fürth gefragt. „Das ist schwer zu sagen mit Prognosen im Fußball. Ich glaube, dass die Mannschaft in den vergangenen vier Spielen ergebnistechnisch ab und zu zu kurz kam. Wir streben nach wie vor an, dieses Ziel zu erreichen. Wir sind total positiv, dass wir diese Nummer noch erreichen“, antwortete der 38-Jährige ohne zu zögern.

Lorenz und Goller fallen aus

Trotz der anstehenden Spiele im Fränkischen beim Rangzweiten und eine Woche später gegen den nächsten Aufstiegskandidaten Holstein Kiel. Trotz der Tatsache, dass die Badener seit acht Partien auf einen Sieg warten. Und trotz der angespannten Personalsituation im Wildpark, schließlich hinterließ das Mammutprogramm seine Spuren. Sicherlich mental, durch die Gegentore in der Nachspielzeit im Heimspiel gegen Würzburg sowie am Montag in Düsseldorf, aber vor allem körperlich.

Für das Gastspiel in Fürth fallen die Flügelspieler Marc Lorenz und Benjamin Goller, sowie Edeltechniker Kyoung-Rok Choi aus. Erst im Trainingsbetrieb – und dadurch keine Option für Samstag – befinden sich Dirk Carlson und Janis Hanek. Immerhin kann Eichner wieder mit den aus der Isolation entlassenen Robin Bormuth, Lukas Fröde und Xavier Amaechi planen. Inwiefern das Trio aber bereits eine ernsthafte Option für die erste Elf ist, ließ Eichner offen.

Eichner: „Ein toller Gegner“

„Mit Greuther Fürth wartet der nächste Hochkaräter auf uns“, erklärte der KSC-Coach, der den Kleeblättern gerade fußballerisch ein Gütesiegel erster Klasse ans grün-weiße Trikot heftete: „Das ist ein toller Gegner, ein ambitionierter Gegner, der zu recht an der Schwelle zur Bundesliga steht. Vorne sind sie mit Nielsen und Hrgota brandgefährlich, sie sind extrem spielstark.“ Dass der KSC aber mit solchen Kalibern durchaus mithalten kann, zeigt der 3:2-Sieg in der Hinrunde gegen die Franken. „Ein Paradebeispiel“ für die Saison sei dieses Spiel gewesen, meinte Eichner. „Wir waren viel unterwegs, haben viel gearbeitet, Leidenschaft und Herz gezeigt.“

Alles Dinge, die der KSC auch am Samstag im Fürther Ronhof abrufen muss, um einen – vielleicht sogar drei – Schritte Richtung 50-Punkte-Marke zu machen.

Ihr Autor

BT-Redakteur Christian Rapp

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Erstellt:
8. Mai 2021, 07:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 34sec

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