KSC gastiert beim Rivalen SV Sandhausen

Karlsruhe (rap) – Das Ziel ist klar für die Zweitligafußballer des Karlsruher SC: Im Jahr 2021 weiter ungeschlagen bleiben. Am Samstag gastiert die Eichner-Elf beim abstiegsbedrohten SV Sandhausen.

Möchte die Kugel endlich wieder über die Torlinie drücken: KSC-Angreifer Philipp Hofmann (Zweiter von rechts) wartet seit fünf Spielen auf einen Treffer. Foto: Helge Prang/GES

© GES/Helge Prang

Möchte die Kugel endlich wieder über die Torlinie drücken: KSC-Angreifer Philipp Hofmann (Zweiter von rechts) wartet seit fünf Spielen auf einen Treffer. Foto: Helge Prang/GES

Ganze 45,7 Kilometer sind die Stadien voneinander entfernt – der Karlsruher Wildpark und das Hardtwaldstadion in Sandhausen. Ein Katzensprung also, da liegt der Begriff „Derby“ zwangsläufig auf der Hand, wenngleich Christian Eichner die Chose etwas anders sieht. „Rivalität ist bei so einem Spiel mit dieser Entfernung normal. Aus meiner Sicht wird es aber nicht größer thematisiert. Es ist ein Fußballspiel, da versuchen wir, die drei Punkte mit nach Karlsruhe zu bringen“, erklärt der KSC-Coach vor dem Aufeinandertreffen am Samstag (13 Uhr) in Liga zwei.

Für den 38-Jährigen sind Derbys mit den Blau-Weißen sowieso jene gegen den VfB Stuttgart oder SC Freiburg. Da fallen 90 Minuten gegen Sandhausen lediglich in die Kategorie „Derbychen“. Zumal „Eiche“ den kommenden Gegner, der bislang als Tabellen-16. eine enttäuschende Saison spielt, in den höchsten Tönen lobt. Einen „großen Respekt“ vor der Mannschaft und den Leistungen des Vereins in den vergangenen Jahren habe er: „Da ist was Gutes entstanden.“ Beleg dafür: Erstmals seit dem 2. Mai 2016 gehen die Wildparkprofis – zumindest tabellarisch – als Favorit in das Aufeinandertreffen mit dem SVS.

Eichner: „Erwachsenes Auswärtsspiel machen“

Wenngleich Eichner nichts davon wissen will. „In dieser Liga“, sagt er, „halte ich nichts von der Sache Favorit. Nur der HSV trägt diese Bürde Woche für Woche mit sich.“ Dennoch, satte 15 Zähler beträgt der Unterschied zwischen den beiden Vereinen derzeit. Viele Experten hätten vor der Saison den SVS nach dem 20. Spieltag dort erwartet, wo der KSC derzeit steht – im Dunstkreis der Aufstiegsplätze. Weshalb sich die Mannschaft von Trainer Michael Schiele derzeit mitten im Abstiegskampf befinde, wisse er nicht, erklärt Eichner, vor allem da ein Großteil der SVS-Spieler die „zweite Liga in- und auswendig“ kenne und über eine „extrem starke körperliche Präsenz“ verfüge.

Sein Team, erklärt Eichner, erwarte eine ähnliche Aufgabe wie gegen Heidenheim und Jahn Regensburg. „Wir müssen stabil sein, ein erwachsenes Auswärtsspiel machen, körperliche Stabilität zeigen, fußballerisch eine Durchschlagskraft nach vorne entwickeln“, zählt der KSC-Trainer auf, worauf es am Samstag im Nordbaden-Derby ankommen wird, um eine Sache nicht unerwähnt zu lassen: „Große Effektivität im vorderen Drittel an den Tag legen.“

Hofmann seit fünf Spielen ohne eigenen Treffer

Bei der Nullnummer gegen den Jahn haperte es daran zuletzt. Zuvorderst bei Sturmkante Philipp Hofmann, der seit fünf Spielen auf einen Treffer wartet. So lange wie noch nie, seitdem der 27-Jährige das KSC-Dress trägt. Mal stand die Latte im Weg, dann der Pfosten, oder eben der gegnerische Keeper, wie zuletzt Jahn-Torwart Alexander Meyer. Dass der Knoten irgendwann wieder platzt, davon ist der 1,96-Meter-Hüne überzeugt. Vielleicht helfen ja positive Erinnerungen: Beim 3:0-Hinrundensieg erzielte Hofmann jedenfalls sein erstes von bislang acht Saisontoren, fuhr der KSC die ersten Punkte ein. Christian Eichner hat keine Zeit für den Blick in den Rückspiegel, was allein zählt, sind die 90 Minuten am Samstag: „Wir fahren mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein nach Sandhausen, wir wollen die Serie aufrecht erhalten.“

Gelingt dies, und der KSC bleibt auch im achten Spiel 2021 ungeschlagen, dürfte es eine launige Rückfahrt geben – wenn auch nur eine kurze.

Ihr Autor

BT-Redakteur Christian Rapp

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Erstellt:
13. Februar 2021, 06:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 37sec

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