KSC hakt Ingolstadt ab und blickt nach vorne

Karlsruhe (fal) – Mit einem Punkt ist der Karlsruher SC von der Auswärtspartie in Ingolstadt in den Wildpark zurückgekehrt. Wieder einmal verhinderte ein „Slapstick-Tor“ den vollen Ertrag.

Ingolstadt jubelt, Karlsruhes Eigentorschütze Christoph Kobald (links) schaut konsterniert. Foto: Helge Prang/GES

© GES/Helge Prang

Ingolstadt jubelt, Karlsruhes Eigentorschütze Christoph Kobald (links) schaut konsterniert. Foto: Helge Prang/GES

Letztendlich behielt Christian Eichner recht. Wieder einmal, muss man fast schon sagen. Der Trainer des Karlsruher SC war sich vor der Dienstreise seiner Schützlinge nach Ingolstadt sicher, dass die Partie beim Zweitliga-Tabellenletzten maßgeblich von Standardsituationen geprägt sein würde – und in der Tat wurden bei der 1:1-Punkteteilung beide Treffer per Eckball vorbereitet.

Die gastgebenden „Schanzer“ führten auch ihre fünfte Ecke kurz aus und brachten so Thomas Keller in Schussposition. „Der Ball geht – ich weiß nicht wohin...“, ließ Eichner den Rest seiner Gedanken offen, wenn ihn Christoph Kobald nicht unhaltbar für Torhüter Marius Gersbeck abgefälscht hätte. Deshalb verheimlichte der KSC-Coach seinen Ärger über den Rückstand kaum: „Das 1:0 für den FCI reiht sich nahtlos ein in die Gegentore der letzten Wochen.“ Eigentore, unglückliche Hand- oder ungeschickte Foulelfmeter – dafür gibt es im Wildpark schon seit geraumer Zeit die von Eichner eingerichtete Kategorie „Slapstick-Tore“.

Eichner: „Viel zu passiv“

Die Führung der Hausherren war in seinen Augen dennoch „verdient“, weil das Spiel der Wildparkprofis in den ersten etwa 35 Minuten von „vielen Unsauberkeiten“ durchzogen war. Ingolstadt entwickelte laut Eichner zwar „keinen Chancenhagel“, hatte aber für seinen Geschmack einfach „zu viele „Strafraumaktionen“.

Zum Glück für den KSC mangelte es den Hausherren jedoch insgesamt an „Abschlussqualität“, wie ihr Trainer André Schubert nach dem Abpfiff bedauerte. „Wir belohnen uns nicht für die Torchancen, die wir herausspielen und den Aufwand, den wir betreiben.“ Vor allem Maximilian Beister (1. und 34.) hätte die Gäste vor der Pause in große Nöte schießen können. Stattdessen stellte der KSC – ebenfalls nach einer Ecke – noch vor dem Seitenwechsel den Ausgleich und damit auch schon den Endstand her: Philipp Hofmann köpfte an den Pfosten, Dominik Kother staubte das 1:1 ab (42.).

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Gäste zunächst „in verschiedensten Bereichen viel zu passiv“, wie ihr Trainer später konstatierte. Die Folge: Wieder startete der FCI mit einem Übergewicht. Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit sah Eichner das Spiel dann aber doch „mehr und mehr in unserer Hand“. Seine Mannschaft habe alles rausgehauen und bis zum Schluss versucht, „auf Sieg zu spielen“. Damit war der KSC-Coach „total einverstanden“ und zitierte eine alte Fußball-Weisheit: „Wenn man ein Spiel nicht gewinnen kann, darf man es zumindest nicht verlieren. Wir nehmen den einen Punkt mit und machen einen Haken dran.“

20-Punkte-Marke soll gegen H96 erreicht werden

KSC-Senior Daniel Gordon (36), der in Ingolstadt sein 200. Zweitligaspiel bestritt, gab die in der Halbzeitpause gefassten Vorsätze preis: „Wichtig für uns war dann, dass wir hinten nichts mehr kassiert haben. Das war die oberste Prämisse.“

Mit jetzt 18 Zählern und immer noch Platz zehn sieht Eichner seine Mannschaft in der Tabelle „genau da, wo wir momentan hingehören“, deshalb aber auch die Notwendigkeit, „so schnell wie möglich die Zwei davor zu kriegen“, also auf 20 Punkte zu kommen. Erste Gelegenheit hierzu bietet sich am Samstag (13.30 Uhr) im Heimspiel gegen Hannover 96.

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Erstellt:
22. November 2021, 17:12 Uhr
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