KSC legt Streitigkeiten mit Sportfive bei

Karlsruhe (BT) – Fußball-Zweitligist Karlsruher SC hat sich mit der Sportmarketingfirma Sportfive auf eine strategische, neu ausgerichtete Partnerschaft verständigt.

„Wir sind froh, dass wir mit Sportfive in vielen angenehmen und konstruktiven Gesprächen einen gemeinsamen Nenner gefunden haben“: KSC-Geschäftsführer Michael Becker. Foto: Markus Gilliar/GES

© GES/Markus Gilliar

„Wir sind froh, dass wir mit Sportfive in vielen angenehmen und konstruktiven Gesprächen einen gemeinsamen Nenner gefunden haben“: KSC-Geschäftsführer Michael Becker. Foto: Markus Gilliar/GES

Rechtzeitig vor dem Start der zweiten Fußball-Bundesliga hat der Karlsruher SC ein leidiges Thema abgeräumt: Wie die Badener am Montag mitteilten, haben der Club und die Sportmarketingagentur Sportfive, die ehemals unter dem Namen Lagardère Sports firmierte, ihre Streitigkeiten, die 2019 gar vor Gericht landeten, beigelegt und obendrein eine neu gestaltete Partnerschaft vereinbart. Zusammengefasst: Der KSC wird sich weiterhin selbst vermarkten, wird dabei aber von der Expertise von Sportfive unterstützt.

„Wir sind froh, dass wir mit Sportfive in vielen angenehmen und konstruktiven Gesprächen einen gemeinsamen Nenner gefunden haben. Wichtig war es uns, dieses Thema abschließend auf operativer Ebene, anstatt vor Gericht zu klären. Mit der gemeinsam erarbeiteten Lösung bleiben wir bei der für uns strategisch wichtigen Eigenvermarktung und können dennoch ergänzend auf die große Vermarktungskompetenz von Sportfive zurückgreifen. Wir schauen gemeinsam positiv in die Zukunft und freuen uns auf die Zusammenarbeit“, wird KSC-Geschäftsführer Michael Becker in einer Mitteilung des Zweitligisten zitiert.

Rechtsstreit sorgt 2019 für Aufsehen

Demnach wird der KSC vertrieblich mit der Agentur bei der nationalen Vermarktung sowie bei Sonderthemen intensiv zusammenarbeiten und dabei „auf das große Vertriebsnetzwerk von Sportfive“ zurückgreifen. Konkrete Folge: Das fünfköpfige Vermarktungsteam des KSC, das der Club seit Mitte 2019 sukzessive aufgebaut hatte, wird durch einen festen Sportfive-Mitarbeiter vor Ort ergänzt. Darüber hinaus sei mit Sportfive eine Zusammenarbeit im Bereich Dienstleistungen vereinbart worden. Hierzu gehören laut KSC beispielsweise die Gestellung von LED-Banden im BBBank Wildpark, Business Intelligence-Projekte sowie die Organisation von Servicepersonal. Diese neuen Vereinbarungen zwischen den beiden Parteien gelten laut Mitteilung bis 2025.

Die Streitigkeiten zwischen dem KSC und Lagardère hatten Ende 2018 sowie im Frühjahr 2019 für Aufsehen gesorgt. Der Club hatte den Agenturvertrag zunächst gekündigt, es folgte ein Rechtsstreit. Im November hatte das Landgericht die Kündigung seitens des KSC für nicht wirksam erklärt, dieses Urteil wurde vom Oberlandesgericht knapp ein Jahr später bestätigt. In der Folge nahmen die Badener die Gespräche mit dem nun wieder als Sportfive firmierenden Vermarkter erneut auf, das Ziel: eine gütliche Einigung. Seit Montag ist klar, dass der Dialog ganz offenbar erfolgreich war.

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19. Juli 2021, 15:15 Uhr
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