KSC verliert Spiel gegen Dynamo Dresden

Karlsruhe/Dresden (fal) – Der Karlsruher SC hat in der Zweiten Fußball-Bundesliga am Sonntag sein Spiel gegen Dynamo Dresden mit 1:3 verloren.

Musste nach 73 Minuten verletzt vom Platz: Karlsruhes Marco Thiede. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

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Musste nach 73 Minuten verletzt vom Platz: Karlsruhes Marco Thiede. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Daniel Gordon war gar nicht gänzlich enttäuscht, zumindest klang es nicht so. „Das war ein typisches Zweitligaspiel – viel Kampf, viele lange Bälle, sicher keine schöne Partie. Aber ich hatte schon das Gefühl, dass wir das angenommen haben“, sagte der Innenverteidiger des Karlsruher SC nach den 90 Minuten im Rudolf-Harbig-Stadion zu Dresden. Das Ergebnis freilich wollte zu diesem Statement nicht so richtig passen. Als 3:1-Sieger wies dieses die Gastgeber von Dynamo aus, nach einer vor allem in der zweiten Halbzeit enttäuschenden Leistung waren die Badener damit sogar noch gut bedient. Damit nicht genug des Übels: Darüber hinaus sah Kyoung-Rok Choi auch noch die Gelb-Rote Karte (61.) und Marco Thiede musste verletzt vom Platz (73.). Kein Wunder, dass die Badener diesen Sonntag eher als gebrauchten Tag empfanden.

Dass es so zumindest kommen könnte, deutete sich bald schon an. Schon in den ersten 45 Minuten war vom Vorhaben, auf ihr Punktekonto möglichst „etwas draufzupacken“, wenig zu sehen. Einsatz-, Lauf-, und Kampfbereitschaft wurden allerdings von beiden Mannschaften nicht in dem Maße aufgebracht, wie es vor dem Anpfiff zu erwarten war.

Gute Torchancen nicht genutzt

Der KSC bestimmte zwar die Anfangsphase und hatte auch durch Philipp Hofmann schon nach 120 Sekunden die Führung auf dem Fuß. Der Goalgetter der Badener traf nach der ersten Karlsruher Ecke jedoch den Ball nicht richtig. Noch besser waren die Tormöglichkeiten von Jerôme Gondorf (13.) und Fabian Schleusener (17.). Der KSC-Kapitän konnte eine flache Hereingabe von Philip Heise nicht verwerten, Schleusener scheiterte an SG-Keeper Kevin Broll. In der zweiten Hälfte der ersten 45 Minuten spielten die Hausherren dann auf Augenhöhe mit, allerdings ohne ihre Gäste in Bedrängnis bringen zu können. Mit einer Ausnahme: Nach einem Dresdner Eckball köpfte Michael Akoto allerdings genau auf KSC-Keeper Marius Gersbeck (43.).

Die ersten 20 bis 25 Minuten fand auch Christian Eichner hernach „ansprechend“. Mehr sogar noch: Seine Mannschaft habe in der Anfangsphase durchaus „an die Leistungen der letzten Wochen angeknüpft“. Allerdings, auch das ließ der KSC-Trainer nicht unerwähnt: „Gefahr konnten wir keine entwickeln.“

Zwischenzeitliche Hoffnung erhält schnell einen Dämpfer

In der ersten Viertelstunde nach dem Seitenwechsel zeigte das Spiel dann einiges von dem, was vor der Pause fehlte, vor allem Tore. Zunächst setzte sich Ransford-Yeboah Königsdörffer im Karlsruher Strafraum gegen Tim Breithaupt und Gondorf durch und traf aus spitzem Winkel von rechts zum 1:0 für Dynamo (47.). Fünf Minuten später kamen die Gäste zwar noch einmal zurück in das „Geisterspiel“, denn Fabian Schleusener traf zum 1:1 (52.). Aber schon kurz darauf stellte Königsdörffer nach einer Ecke, die Heise unfreiwillig am ersten Pfosten verlängert hatte, am zweiten Pfosten per Kopf mit dem 2:1 den alten Abstand wieder her (55.). Dummerweise handelte sich dann nach etwas mehr als einer Stunde der schon verwarnte (32.) Choi kurz vor seiner geplanten Auswechslung die Gelb-Rote Karte ein (61.). Der zweite Rückstand samt Unterzahl waren für Gordon denn auch „wegweisend“ für den weiteren Verlauf der Partie.

Das 3:1 für die nach der Pause deutlich besseren Hausherren lag jedenfalls schon in der 63. Minute in der Luft, aber Akoto traf nur den Pfosten. In der 69. Minute jedoch musste Gersbeck dann zum dritten Mal hinter sich greifen. Christoph Daferner gab dem KSC-Schlussmann aus 20 Metern das Nachsehen. Das 4:1 für die Sachsen konnte Gersbeck gegen Königsdörffer gerade noch verhindern (87.).

„Im zweiten Spielabschnitt hat dann der Gegner mit dem Zweikampfverhalten, das in der Zweiten Liga erforderlich ist, das Spiel verdientermaßen für sich entschieden“, verpackte Eichner die Kritik am Abwehrverhalten seiner Schützlinge. „Wir haben zwar alles versucht, waren aber vorne und hinten nicht konsequent und durchsetzungsfähig genug“, bedauerte abschließend Daniel Gordon.

Dresden: Broll - Becker, Sollbauer, Akoto, Löwe (71. Giorbelidze) - Stark - Schröter, Kade (60. Will) - Daferner (81. Mörschel) - Königsdörffer, Borrello (81. Herrmann).

KSC: Gersbeck - Thiede (73. van Rhijn), Gordon, Kobald, Heise - Breithaupt (67. Cueto) - Gondorf (86. Batmaz), Wanitzek - Choi, Schleusener (73. Kother) - Hofmann.

Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach) - Tore: 1:0 Königsdörffer (47.), 1:1 Schleusener (53.), 2:1 Königsdörffer (55.), 3:1 Daferner (69.) - Zuschauer: keine - Beste Spieler: Löwe, Königsdörffer - Heise, Schleusener - Gelb-Rote Karte: Choi wegen wiederholtem Foulspiels (61.) - Gelbe Karten: Schröter - Breithaupt (4).


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