KSC will Serie gegen Regensburg fortsetzen

Karlsruhe (rap) – Nach einem goldenen Januar möchte der Karlsruher SC auch im zweiten Monat des Jahres weiter ungeschlagen bleiben. Am Sonntag empfängt der KSC kampfstarke Regensburger.

Darf sich gegen Jahn Regensburg Hoffnungen auf seine Startelfpremiere machen: KSC-Eigengewächs Jannis Rabold. Foto: Edith Geuppert/GES

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Darf sich gegen Jahn Regensburg Hoffnungen auf seine Startelfpremiere machen: KSC-Eigengewächs Jannis Rabold. Foto: Edith Geuppert/GES

Es war der 3. Oktober 2020, Tag der Deutschen Einheit. Ein Feiertag also, doch der Karlsruher SC hatte nichts zu feiern. Überhaupt nichts. Mit 0:1 verlor das Team von Trainer Christian Eichner am dritten Spieltag bei Jahn Regensburg, erneut sollte in der noch jungen Zweitligasaison kein eigenes Tor gelingen. Nicht mal aus elf Metern, Stürmer Philipp Hofmann, damals mit reichlich Abwanderungsgedanken im Kopf, verschoss gar einen Elfmeter – mit bitteren Folgen, belegte der KSC doch dadurch den 18. Tabellenplatz.

Nun, gute vier Monate später, scheint eben jener Oktober-Tag wie aus einer anderen Zeit zu stammen. Die Badener grüßen nach einem wahrhaft goldenen Januar – wohl einer der erfolgreichsten Monate in der Vereinsgeschichte – mit satten 16 von möglichen 18 Punkten von Tabellenplatz fünf, und gehören vor dem Wiedersehen am Sonntagmittag gegen den Jahn gar zu den torgefährlichsten Teams der Liga. „Wir haben uns seit dem Hinspiel entwickelt, sind eine andere Mannschaft als damals“, sagt Eichner. Eine Mannschaft, die mit viel Leidenschaft, Mentalität, aber auch fußballerischen Mitteln in den vergangenen Wochen gegen die Liga-Schwergewichte Fürth, Kiel, Hannover und Bochum gewann.

Eichner: „Rucksack voll Vertrauen“

„Ich glaube schon, dass die Jungs ihren Rucksack voll Vertrauen mitbringen, den sie im Januar gefüllt haben, um am Sonntag auf KSC-Weise den Gegner zu schlagen. Wir haben uns in eine tolle Ausgangssituation gebracht“, sagt der 38-jährige Coach und fügt flugs an: „Was unser Saisonziel anbelangt.“ Und dies heißt immer noch Klassenerhalt, zarte Aufstiegsambitionen sind Christian Eichner – trotz nur vier Zählern Rückstand auf Rang zwei – völlig fremd.

Zumal am Sonntag auf Kapitän Jerôme Gondorf und Co. Schwerstarbeit wartet, gastiert mit dem SSV Jahn Regensburg eine ungemütliche, im positiven Sinne eklige Mannschaft, die vor Kampfkraft und Laufbereitschaft nur so strotzt im Wildpark. Dies mussten am Mittwoch auch die Kölner Bundesligakicker leidvoll erfahren, als der Jahn im DFB-Pokal-Achtelfinale nach 0:2-Rückstand im Elfmeterschießen den Favoriten rauskegelte. „Das sagt einiges über den Charakter und die Mentalität dieser Mannschaft aus“, erklärt „Eiche“, verbunden mit einer Warnung an sein Team: „Die einzige Botschaft, die ich aus diesem Spiel mitgenommen habe, war die, dass wir auf eine Mannschaft treffen, die du erst geschlagen hast, wenn sie bei der Abfahrt aus dem Stadion vorne an der Ampel rechts abbiegt.“

Wanitzek und Heise fehlen

Zumal der KSC-Coach seine Startformation gegenüber dem 2:1-Sieg beim VfL Bochum notgedrungen verändern muss. In der Schaltzentrale fehlt Marvin Wanitzek wegen einer Gelbsperre, Linksverteidiger Philip Heise kuriert einen Muskelfaserriss aus. Damit fallen gleich zwei Standardspezialisten – der KSC stellt die gefährlichste Mannschaft nach Ecken und Freistößen – aus. Ob Neuzugang Kevin Wimmer gleich sein Debüt für die Blau-Weißen feiert oder Eigengewächs Jannis Rabold („Wir müssen die gleiche Intensität wie in Bochum abrufen.“) seine Startelfpremiere feiern darf, ließ Eichner am Freitagmittag offen. Um den Platz neben Gondorf dürften sich wohl Lukas Fröde und Alexander Groiß streiten.

Einen fußballerischen Leckerbissen, der auf dem ramponierten Wildparkrasen ohnehin kaum möglich wäre, erwartet der KSC-Trainer nicht, vielmehr einen Kampf um zweite Bälle, einen intensiven Infight also. „Viel Herz und Bereitschaft“ müsse sein Team am Sonntag mitbringen, erklärt Eichner. „Das ist unser Ziel, daran arbeiten wir, um das Momentum bei uns zu lassen.“

Ihr Autor

BT-Redakteur Christian Rapp

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Erstellt:
6. Februar 2021, 13:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 42sec

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