Kamera läuft für „Mitten aus Gaggenau“

Gaggenau (vgk) – Die Seelsorgeeinheit Gaggenau und die Gaggenauer Altenhilfe wollen das Ehrenamt forcieren.

Ehrenamtskoordination Nicole Day (Mitte) im Gespräch mit Carmen Varga (links) und Kerstin Metzler. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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Ehrenamtskoordination Nicole Day (Mitte) im Gespräch mit Carmen Varga (links) und Kerstin Metzler. Foto: Veronika Gareus-Kugel

Der Titel des Modellprojekts „Erprobung des Professionalitätsprofils Ehrenamtskoordination“ ist etwas sperrig. Doch wenn alles so funktioniert, wie die Erzdiözese Freiburg es sich vorstellt, dann könnte das Ehrenamt neuen Aufschwung erfahren. Eine erste Auftaktveranstaltung im Restaurant „Quartier“ im Helmut-Dahringer-Haus zeigte sich am Donnerstag trotz pandemiebedingter Einschränkungen gut besucht. Ein Filmprojekt wurde auf den Weg gebracht.

Die Seelsorgeeinheit Gaggenau mit Pfarrer Tobias Merz an der Spitze ist Teil eines Förderprogramms der Erzdiözese Freiburg. „Engagement freundliche Kirche vor Ort“ heißt das Motto. Sie reagiert damit auf die Erfordernisse im Prozess Kirchenentwicklung 2030. Ziel ist es, das Ehrenamt zu stärken, Ehrenamtliche zu gewinnen und deren gute Begleitung und Qualifizierung sowie eine Abschiedskultur zu entwickeln. Die Projektlaufzeit beträgt vier Jahre.

Geschaffen wurde das Berufsprofil Ehrenamtskoordination. Hauptamtliche Ansprechperson in der Seelsorgeeinheit Gaggenau ist seit 1. September Nicole Day. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, die entsprechenden Rahmenbedingungen sicherzustellen, Verlässlichkeit zu bieten, Experimente zu wagen und Kooperationen zu suchen.

Neues und Interessantes aus der Stadt

Eine solche wurde bereits mit dem Verein Gaggenauer Altenhilfe gefunden. So könnte bald das Motto lauten: Film ab für die Projektgruppe „Mitten aus Gaggenau“. Jens Unser stellte das Filmprojekt für die Bewohner der Gaggenauer Altenhilfe vor. Mitwirkende sind Ehrenamtliche der Seelsorgeeinheit, des Vereins Gaggenauer Altenhilfe und weitere Interessierte.

Unser führte aus, dass das noch zu gründende Projektteam sich zum Beispiel vierteljährig mit der Erstellung eines Films über Neues, Interessantes und Wissenswertes aus der Stadt beschäftigen könnte. Ziel sei eine bessere Teilhabe von Bewohnern, die nicht mehr am Geschehen außerhalb ihrer vier Wände teilnehmen können.

Die Aufgabe würde zum einen das Finden von Ideen umfassen, ebenso die Auswahl von möglichen Veranstaltungen und interessanten Orten, über man berichten könnte. Auch Filmbeiträge über die Stadt, kulturelle Akteure oder Schulen und Vereine sei denkbar. Zum anderen sind die Filme zu moderieren, zu drehen und zu schneiden. Ebenso sind der Hauskanal der Altenhilfe und der Youtube-Kanal der Seelsorgeeinheit zu bedienen. Mit dem Projekt möchte man nicht nur Jugendliche und Schüler ansprechen, sondern aller Altersklassen, machte Jens Unser deutlich.

Eine Kamera wurde bereits angeschafft. Nun fehle nur noch ein schneidefähiger Laptop. Vielleicht findet sich dafür ein Sponsor, hofft Unser.

Eine Lanze für das Ehrenamt brachen Carmen Varga und Kerstin Metzler im Rahmen einer kleinen Gesprächsrunde mit der Ehrenamtskoordinatorin Nicole Day. Varga und Metzler sind schon lange im Ehrenamt aktiv. Für beide sei dieses Engagement eine Bereicherung, wie sie betonten. Gleichwohl könnten auch sie nicht zu jeder Zeit verfügbar sein, sagten sie zur Ermutigung. Aber wenn jeder einmal sich an einem Projekt beteiligen würde, könne schon viel bewegt werden, wie Metzler an anderer Stelle kundtat.

Die Projektinitiatoren sind Pfarrer Tobias Merz und Heimleiter Peter Koch, die sich beide den Erfolg wünschen und im Rahmen der Zusammenkunft den Projektstartschuss gaben. Die Projektleitung liegt in den Händen von Nicole Day und Jens Unser.

Beitrag zur Gaggenauer Altenhilfe.

Ihr Autor

Veronika Gareus-Kugel

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Erstellt:
2. November 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 31sec

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