Karlsruher Christkindlesmarkt soll eröffnen

Karlsruhe (BNN) – Der Christkindlesmarkt in Karlsruhe soll eröffnen. Oberbürgermeister Frank Mentrup hält nichts von einer pauschalen Absage - und auch nichts von einem Lockdown für alle.

Die Besucher werden erinnert: Wer auf den Christkindlesmarkt will, muss sich an die Corona-Regeln halten. Zudem gilt für die Bereiche, in denen es Essen und Trinken gibt, aktuell die 2G-Regel. Foto: Jörg Donecker

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Die Besucher werden erinnert: Wer auf den Christkindlesmarkt will, muss sich an die Corona-Regeln halten. Zudem gilt für die Bereiche, in denen es Essen und Trinken gibt, aktuell die 2G-Regel. Foto: Jörg Donecker

Karlsruhe ist fest entschlossen, nächsten Montag den Christkindlesmarkt in der Innenstadt zu starten. „Ich bin gegen eine globale Absage der Weihnachtsmärkte“, erklärte Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) am Mittwochmittag. Auch das Land oder der Bund sollten nicht komplett die Reißleine in dieser Sache ziehen. „Bevor man das tut, sollte man lieber eine 2G-Plus-Regel einführen.“ Stand jetzt gilt für die Bereiche, in denen Essen und Trinken verkauft werden, die 2G-Regel. Geimpfte und Genesene müssen also nicht zusätzlich einen negativen Schnelltest vorweisen. Mentrup verwies auf die Hygienekonzepte und die großen Areale, auf denen die Budenstadt steht. Stände gibt es am Markt- und am Friedrichsplatz und bei der Kirche St. Stephan.

Lieber 2-G-Plus als Lockdown

Auch von einem Lockdown für alle hält Mentrup nichts. Ein solcher Schritt sei „von der Akzeptanz der Bevölkerung her nicht darstellbar“. Auch da gelte: Lieber 2G-Plus als ein General-Lockdown. Gleichzeitig sprach sich Mentrup erneut für eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen aus. Konkret nannte er den Bereich der Pflegeheime. Im Stadtkreis habe es wieder Fälle in zwei Einrichtungen gegeben, in einem Haus seien zwei Menschen gestorben. Eine Infektion lasse sich auf eine Veranstaltung an Halloween zurückführen, bei der sich eine Betreuerin infiziert habe und das Virus dann in das Seniorenheim einschleppte. Dass die Debatte über die Impfpflicht so lange ohne Ergebnis geführt wurde, bade man jetzt in den Pflegeheimen aus.

Neues Impfangebot am Klinikum

Gleichzeitig bilden sich auch in Karlsruhe weiter lange Schlangen vor den Stationen, in denen die Mobilen Impfteams Spritzen anbieten. Mentrup kündigt an, dass es ab 24. November am Städtischen Klinikum ein weiteres Angebot für alle geben wird. „Wir können ansonsten Räume zur Verfügung stellen und sind für jede Logistik ansprechbar.“ Bei Ärzten und Personal sei aber das Land in der Pflicht. Auch niedergelassene Ärzte müssten sich stärker einbringen. Dass diese zwei Wochen Vorlauf haben bei der Bestellung von Impfstoffen und somit nicht spontan agieren können, nennt Mentrup peinlich. „Das ist ein mittelprächtiger Skandal.“ Zudem fordert Mentrup, dass die Unikliniken im Land mehr Betten für Corona-Patienten auf ihren Intensivstationen nutzen. Sie seien auch finanziell besser für die Corona-Lage ausgestattet worden. Im Karlsruher Klinik-Cluster wiederum sei aktuell lediglich ein Intensivbett frei.

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Ihr Autor

BNN-Redakteurin Tina Givoni

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Erstellt:
17. November 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 21sec

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