Karlsruher SC: Solides Debüt für Wimmer

Karlsruhe (ket) – Die Serie hielt, der KSC ist 2021 in der zweiten Fußball-Bundesliga weiter ungeschlagen, und auch Neuzugang Kevin Wimmer durfte mit seiner Leistung gegen Regensburg zufrieden sein.

Hätte bei seinem Einstand für den KSC beinahe sogar ein Tor erzielt: Linksverteidiger Kevin Wimmer (am Ball). Foto: Markus Gilliar/GES

© GES/Markus Gilliar

Hätte bei seinem Einstand für den KSC beinahe sogar ein Tor erzielt: Linksverteidiger Kevin Wimmer (am Ball). Foto: Markus Gilliar/GES

Mit seiner Premiere war Kevin Wimmer ganz zufrieden, jedenfalls gab er das später so zu Protokoll. „Es hat sich gut angefühlt. Ich bin froh, dass ich von Beginn an ran durfte“, diktierte der 28-Jährige in dieses, bevor er flugs von der Ich- in die Wir-Form umschaltete. „Ich denke, wir haben eine ganz ordentliche Leistung abgerufen. Wichtig war, dass wir zu null gespielt haben“, fügte er also an.

Für einen Verteidiger ist vor allem Letzteres so gut wie immer von elementarer Bedeutung. Wenn am Ende, wie beim 0:0 zwischen dem Karlsruher SC und Jahn Regensburg am frühen Sonntagnachmittag geschehen, die Null steht, hat die Defensive schließlich meist mehr richtig gemacht als falsch. Dass dem gebürtigen Österreicher, erst vergangenen Montag wegen der Verletzungen der beiden etatmäßigen KSC-Linksverteidiger Philip Heise und Dirk Carlson, vom englischen Zweitligisten Stoke City ausgeliehen, gerade in der ersten Halbzeit zwei, drei Stellungsfehler unterlaufen waren und er das Spiel nach vorne zum Großteil (noch) den Kollegen überließ, war nach nur drei Übungseinheiten mit den neuen Mannschaftskameraden kaum verwunderlich und schon deshalb vernachlässigbar.

Eichner: „Er hat das gemacht, was ich von ihm erwartet habe“

Auch Christian Eichner hat das wohl so empfunden, jedenfalls zeigte der Karlsruher Cheftrainer sich mit dem Einstand seines ehemaligen Mitspielers aus gemeinsamen Kölner Zeiten „sehr zufrieden“. „Er hat das gemacht, was ich von ihm erwartet habe“, begründete Eichner dies. Kaum auszudenken, wie des Trainers Beurteilung ausgefallen wäre, hätte der Neuzugang nach knapp einer Stunde die Chance zur Führung und vielleicht sogar zum Sieg, die sich ihm nach einem von Kyoung-Rok Choi eingeleiteten Angriff über Benjamin Goller und Philipp Hofmann geboten hatte, genutzt und nicht rechts am Tor vorbeigeschoben. Zumindest Wimmer selbst ahnte, was er sich damit zunichte gemacht hatte: „Das wäre natürlich ein optimaler Einstand gewesen“, stellte er fest.

So blieb es bei einem alles in allem soliden bis guten ersten Mal im KSC-Trikot für Wimmer, auf das sich allemal aufbauen lässt. Die Lücke, die sich links hinten plötzlich aufgetan hatte, darf zumindest fürs Erste jedenfalls als geschlossen gelten, zumal Heise seine Verletzung schon in Bälde auskuriert haben und wieder einsatzfähig sein könnte.

Als Favorit ins Nachbarschaftsduell

Das gilt definitiv schon nächsten Samstag für Marvin Wanitzek. Gegen Regensburg fehlte der Spielmacher gelbgesperrt – und wurde gerade in puncto Ballsicherheit sowie Spielaufbau und -Ordnung in der Zentrale spürbar vermisst. Rechtzeitig zum Spiel in Sandhausen (13 Uhr) wird Wanitzek freilich zurückkehren. Für den KSC geht es dann weiterhin darum, im neuen Jahr unbesiegt zu bleiben und die nächsten Punkte Richtung Klassenerhalt zu sammeln, der nach wie vor alleiniges Saisonziel ist. Zumindest was die Papierform anbelangt, stehen die Chancen dafür nicht gänzlich schlecht: Erstmals seit dem 2. Mai 2016 gehen die Karlsruher als in der Tabelle besser positionierte Mannschaft und somit als Favorit ins immer wieder brisante und umkämpfte Nachbarschaftsduell.

Ihr Autor

BT-Redakteur Frank Ketterer

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Erstellt:
8. Februar 2021, 19:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 31sec

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