Karlsruher SC startet bei Hansa Rostock

Karlsruhe (ket) – Wenn der KSC am Samstag bei Hansa Rostock in die Zweitligasaison startet, scheinen neun Plätze in der Startelf vergeben. Fragezeichen bestehen lediglich auf den Flügelpositionen.

Kämpft um einen Startplatz gegen Hansa Rostock: Eigengewächs Dominik Kother (rechts). Foto: Helge Prang/GES

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Kämpft um einen Startplatz gegen Hansa Rostock: Eigengewächs Dominik Kother (rechts). Foto: Helge Prang/GES

Wie im ganz normalen Leben, ist auch im Fußball so manches Ansichtssache, das Spiel des Karlsruher SC am Samstag beim FC Hansa Rostock (13.30 Uhr) ist dafür ein gar nicht so schlechtes Beispiel. Die sogenannte Hansa-Kogge ist ja gerade erst aufgestiegen, war bis vor kurzem also noch ein kleiner Drittligist, da kommt doch etwas anderes als ein ebenso klarer wie locker herausgespielter Saisonpremierensieg für eine Mannschaft wie den KSC gar nicht erst in Frage – oder etwa nicht?

Klar, kann man so sehen. Muss man aber nicht. Laut Christian Eichner ist es sogar verpönt. Natürlich: Dass es sich bei Rostock um einen Aufsteiger handelt, stellt auch der KSC-Trainer nicht in Abrede. Er bastelt daraus aber auch gleich die erste Sinne schärfende Warnung für die eigene Truppe. „Das ist ein verschworener Haufen, der zusammen aufgestiegen ist“ und zudem ein paar richtig gute Jungs in seinen Reihen habe, sagt Eichner über das Team von Jens Härtel. Torhüter Markus Kolke, den Ex-Karlsruher Damian Roßbach und Neuzugang Streli Mamba erwähnt er diesbezüglich namentlich. Hinzu komme das begeisterungsfähige Rostocker Publikum, das zumindest in Teilen wieder ins Stadion darf und nach der langen Fußballabstinenz wohl noch euphorischer sein wird als es ohnehin schon ist.

Die Chose könnte also eine richtig heiße Kiste für die Blau-Weißen werden, heißer als zuletzt jedenfalls. Wie dem zu begegnen ist? „Dagegenhalten“, sagt Eichner – und zwar „mit Männerfußball“. Was wohl heißen soll: Sich nicht kirre machen lassen, sondern kühlen Kopf bewahren und auf seine Chancen warten. „Wir sind auch wer“, sagt Eichner dazu passend. Und zwar der Tabellensechste aus der Vorsaison, der sich in dieser gerade auswärts meist pudelwohl gefühlt hat.

Eichner: Lob für Kother

Ob das auch in der aktuellen Spielzeit wieder so sein wird, bleibt abzuwarten. Ebenso, zumindest bis Anpfiff, mit welchen Personal Eichner die Außenbahnen besetzen wird. Links wird die Entscheidung zwischen Dominik Kother und Neuzugang Lucas Cueto fallen, rechts zwischen Malik Batmaz und Fabio Kaufmann, der von Eintracht Braunschweig gekommen ist.

Während Batmaz zumindest gefühlt die Nase ein Stückchen vorne zu haben scheint, könnte auf der gegenüberliegenenden Flanke der Neue, also Cueto, das Rennen machen, obwohl Eichner erst am Donnerstag Kothers Qualitäten („Er ist mit einem grandiosen 1:1 und diesem gewissen Gefühl für den Raum gesegnet“) und dessen Entwicklung („Er hat mir in den letzten Wochen viel Freude gemacht“) über den grünen Klee gelobt hat.

So oder so: Für Eichner ist die Wahl keineswegs eine Qual, ganz im Gegenteil: Er genießt die neu hinzugewonnene Flexibilität und Unberechenbarkeit. Und so müssen nicht nur seine Spieler unter Umständen bis Samstagvormittag auf die Entscheidung warten, sondern auch Hansa-Coach Härtel. „So verkehrt finde ich das auch nicht, dass der Kollege aus Rostock mal erst um 12.30 Uhr sieht, wer da kommt“, sagte Eichner grinsend.

Ihr Autor

BT-Redakteur Frank Ketterer

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Erstellt:
23. Juli 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
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