Kartenkontingent bei Volksschauspielen noch nicht ausgeschöpft

Ötigheim (sl) – Das laufende Modellprojekt erlaubt 875 Zuschauer in den Rängen der Freilichtbühne Ötigheim. Der Vorstand ist mit der Umsetzung des Hygienekonzepts bisher zufrieden.

Getestet, geimpft, genesen? Und auch die FFP2-Maske dabei? Das Publikum der Volksschauspiele hält sich an die Regeln. Foto: Rainer Wollenschneider

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Getestet, geimpft, genesen? Und auch die FFP2-Maske dabei? Das Publikum der Volksschauspiele hält sich an die Regeln. Foto: Rainer Wollenschneider

Jeweils etwas mehr als 400 Zuschauer haben die Volksschauspiele Ötigheim bei den ersten beiden Vorstellungen des Musicals „Der kleine Horrorladen“ am Freitag und Samstag auf der Freilichtbühne gezählt. Damit ist das im Rahmen des Modellprojekts für Öffnungsszenarien in Baden-Württemberg mögliche Kontingent von 875 verkauften Karten zwar längst nicht ausgeschöpft. Maximilian Tüg, geschäftsführender Vorstand der Volksschauspiele, will trotzdem nicht klagen – zumal wenn man bedenkt, dass nach dem eigenen Hygienekonzept der Volksschauspiele nur 250 Zuschauer möglich gewesen wären. Dass nun dank des Modellprojekts deutlich mehr drin ist (wir berichteten), müsse sich auch erst herumsprechen. Noch besser sehe es für „Das Haus in Montevideo“ aus: Hier sei man schon jetzt bei allen noch folgenden Vorstellungen bei jeweils mehr als 600 verkauften Karten. Teil des Modellprojekts ist eine wissenschaftliche Begleitung durch das Freiburger Institut für Musikermedizin. Diese Einrichtung wird auch jene Fragebögen auswerten, die an den vergangenen beiden Wochenenden ans Publikum verteilt wurden. Das Ergebnis soll in den Bericht der Volksschauspiele ans Stuttgarter Sozialministerium einfließen, der ebenfalls Teil des Modellprojekts ist und diese Woche verfasst werden soll.

„Unser Publikum soll sich sicher fühlen“

Vorgabe aus Stuttgart ist auch die Regelung, wonach nur negativ getestete, vollständig geimpfte und von Covid 19 genesene Personen Zutritt zu den Vorstellungen der Volksschauspiele haben, obwohl dies ja für derartige Freiluftveranstaltungen im Landkreis Rastatt nun nicht mehr zwingend vorgeschrieben sei, so Tüg. Die Regelung sei aber sowohl Teil des Antrags auf Anerkennung als Modellprojekt durch das Land gewesen als auch Grundlage der wissenschaftlichen Auswertung. Ob diese Beschränkung nun für die noch folgenden Vorstellungen falle, müssen die Volksschauspiele noch mit dem Sozialministerium klären, berichtet Tüg. Verkehrt sei es indes nicht gewesen, an den vergangenen beiden Wochenenden noch auf Nummer Sicher zu gehen, findet der VSÖ-Chef: „Unser Publikum soll sich auch wohl und sicher fühlen.“

Hygieneregeln spielen sich ein

Derweil würde sich die Umsetzung der Hygieneregeln auf dem Tellplatz immer besser einspielen. Rückmeldungen aus dem Publikum würden dies bestätigen, berichtet Tüg. Am Auftaktwochenende hatten die Vorstellungen mit Verspätung begonnen, weil die Zuschauer erst recht knapp vor Beginn erschienen waren und dann alle zugleich zu ihren Sitzplätzen strömten. Inzwischen habe sich herumgesprochen, dass man lieber etwas früher kommen soll, auch wenn das Flanieren auf dem Tellplatz vor Beginn der Theatervorstellung zurzeit nicht möglich ist. Ferner habe man Erfahrungen aus dem ersten Theaterwochenende am zweiten bereits umgesetzt: Inhaber der Luca-App etwa werden zur Registrierung ihrer Kontaktdaten einer eigenen Warteschlange zugeordnet, was entzerrend wirke.


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