Kehraus beim Freizeitpark in Gaggenau

Gaggenau (vgk) – Die Klassiker wie Bratwurst, Pommes, Steak, Langos oder gebrannte Mandeln waren jeweils an vier Tagen in den vergangenen drei Wochen auf dem Annemasseplatz gefragt wie nie zuvor.

„Die Menschen wollen raus und etwas erleben“, sagen die Schausteller und freuen sich über zahlreiche Gäste. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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„Die Menschen wollen raus und etwas erleben“, sagen die Schausteller und freuen sich über zahlreiche Gäste. Foto: Veronika Gareus-Kugel

Dicke Trauben von Lebkuchenherzen warteten auf Käufer, Kinder verschwanden hinter weißen Zuckerwattewolken, alle gemeinsam ließen sich von den Fahrgeschäften durchwirbeln. Bei bestem Herbstwetter endete am Sonntag der Freizeitpark vor der Jahnhalle. Für den Freitag organisierten die Schausteller ein Feuerwerk.

Die Budenbesitzer und Fahrgeschäftsinhaber konnten dieses Mal für sich ein positives Fazit ziehen. Bis auf wenige Ausnahmen meinte es der Wettergott gut mit ihnen. Diese zeigten sich ebenso wie die Besucher glücklich, nach langen Pandemie-Monaten endlich wieder ein Stück weit Normalität leben zu können. „Wir sind froh, wieder arbeiten zu können“, freut sich Schausteller Marvin Levy im Gespräch mit dem Badischen Tagblatt. Dieser führte zudem aus, dass im Gegensatz zur Erstauflage des Freizeitparks im vergangenen Jahr dieses Mal auch das Wetter mitspielte. „Die Menschen wollen raus und etwas erleben“, weiß Levy. „Sie sind genauso froh wie wir“, pflichtet Katja Fetscher ihrem Neffen bei.

„In jedem Fall macht es Spaß, hier zu sein“

Nach dem Check-in stand einem Treffen mit Freunden in dem abgesperrten Geviert nichts mehr im Wege, wie Giancarlo und seine Gruppe meinte. „In jedem Fall macht es Spaß, hier zu sein“, sagt auch die zwölfjährige Malin. Von großem Reiz für die siebenjährige Maja aus Michelbach, die bereits das zweite Mal mit ihrer Mutter vor Ort war, ist die Zuckerwatteproduktion von Katja Fetscher sowie das Entenangeln. Ein Ort von magischer Anziehungskraft für alle jugendlichen Angelfreunde wie den sechsjährigen Jonas, der gesponsert von der Oma zum dritten Mal Ausschau nach den an ihm vorbeziehenden gelben Plastikenten halten konnte. Schon Mutter Saskia hoffte als Kind an dieser Stelle auf Anglerglück, um einen der Preise mit nach Hause nehmen zu können, wie diese gesteht. Mutter und Sohn machen an diesem Abend den Stand von Margit Loritz zum Generationentreff.

Ein Höhepunkt beim abschließenden Wochenende des Pop-up-Markts in Gaggenau ist das Feuerwerk am Freitagabend. Foto: Judith Feuerer

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Ein Höhepunkt beim abschließenden Wochenende des Pop-up-Markts in Gaggenau ist das Feuerwerk am Freitagabend. Foto: Judith Feuerer

„Die Leute sind dankbar, dass wir hier sind. Die zurückliegende Zeit war schlimm für uns. Wir gehörten zu den ersten, die ein Arbeitsverbot erhielten“, blickt Loritz zurück. Seit 30 Jahren ist der Stand, den sie von ihrer Schwiegermutter übernommen hat, zu den Frühjahrs- und Herbstmessen in Gaggenau präsent. Auch Schausteller Werner Thelen ist mit dem Langos-Stand seiner Frau Stammgast in Gaggenau und meint: „Für alle war es dieses Mal okay – und alle hatten nach so langer Zeit wieder richtig Spaß.“


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