Kein Durchkommen für Feuerwehr

Durmersheim (HH) In der Durmersheimer Werderstraße kann man beispielhaft sehen, wie sich im ruhenden Verkehr Ordnung schaffen lässt.

Wo in der Friedrichstraße beidseitig geparkt werden darf, wird die Durchfahrt zur Maßarbeit. Ein Halteverbot soll Raum schaffen. Foto: Helmut Heck

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Wo in der Friedrichstraße beidseitig geparkt werden darf, wird die Durchfahrt zur Maßarbeit. Ein Halteverbot soll Raum schaffen. Foto: Helmut Heck

Seit wechselseitige Abschnitte der Straße mit Halteverboten belegt wurden, deren Einhaltung streng kontrolliert und ebenso strikt gegen Parken auf Gehwegen vorgegangen wird, stehen die Fahrzeuge in Reih und Glied.

Für Rettungsdienste ist die unverstellte Durchfahrt von großem Vorteil. Aus diesem Grund wird die Halteverbot-Methode weiter ausgedehnt, war am Dienstag im Bauausschuss zu erfahren.

Bürgermeister Andreas Augustin berichtete von einem Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr in der Friedrichstraße, im Teilstück zwischen Poststraße und Untere Bahnhofstraße. Weil dort beidseitiges Parken erlaubt ist, sei die Straße so zugestellt gewesen, dass es für die Feuerwehr kein Durchkommen mehr gab. Der Kommandant halte daher ein einseitiges Halteverbot für erforderlich. Der Ausschuss stimmte dem Anliegen ohne Diskussion zu. Auf Vorschlag des Ortsbauamtes soll das Parken auf der Westseite untersagt werden. Dort sei ein Stellplatz mehr möglich als auf der Ostseite, merkte Augustin an.

Die mit Halteverboten einhergehende Verschmälerung der Fahrbahn verlangt Autofahrern bei Gegenverkehr einige Geduld im Wartestand ab. Radfahrer wiederum werden in bedrohliche Enge gezwängt.

Umgewöhnung fällt schwer

Das zeigt sich auch in der Poststraße, wo die versuchsweise angeordnete Beschilderung vergangene Woche in eine feste umgewandelt wurde. Mit den neuen Schildern wechselten die vorherigen Verbotszonen abwechselnd auf die jeweils andere Straßenseite. Die Umgewöhnung fiel etlichen Autofahrern schwer, was in den ersten Tagen der Neuregelung durch reihenweise falsch geparkte Fahrzeuge sichtbar wurde.

Kritische Bemerkungen gab es, weil Patienten einer Physiotherapiepraxis nun auf der gegenüberliegenden Straßenseite aussteigen und über die Fahrbahn humpeln müssen, während die Kunden einer Konditorei und einer Metzgerei mit ihren Kuchenpaketen oder Wursttüten ohne Umwege von der Ladentür direkt zur Autotür gelangen.

Als echter Schildbürgerstreich wurde ferner die Platzierung der Halteverbotstafeln mitten auf den Trottoirs aufgefasst. Sie wurden so mittig gesetzt, dass man mit Rollator oder Kinderwagen Gefahr llaufe, stecken zu bleiben. Man wisse nicht, welche Hindernisse schlimmer seien: parkende Autos auf dem Gehweg oder die Schilder. Vom BT nach der Ausschusssitzung darauf angesprochen, gestand Bürgermeister Augustin unumwunden ein, dass die Montage wohl unglücklich gelaufen sei. Man werde vermutlich korrigieren müssen.


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