Kein Sport mehr in Varnhalter Yburghalle möglich

Baden-Baden (hol) – Bei einer Begehung der Yburghalle in Varnhalt wurden Schäden am Schwingboden und Feuchtigkeit festgestellt. Bis zur Sanierung Anfang 2022 bleibt die Halle wohl gesperrt.

Der Sportboden in der Yburghalle weist gravierende Schäden auf. Die Sanierung wird wohl erst im kommenden Frühjahr stattfinden.  Foto: Bernhard Margull

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Der Sportboden in der Yburghalle weist gravierende Schäden auf. Die Sanierung wird wohl erst im kommenden Frühjahr stattfinden. Foto: Bernhard Margull

Sport wird es in den kommenden Monaten in der Yburghalle in Varnhalt nicht geben. Der Boden ist massiv beschädigt – die Stadtverwaltung plant den Einbau eines neuen Sportbodens mitsamt Unterkonstruktion. Die Halle wird bis ins kommende Frühjahr hinein wohl nicht mehr genutzt werden können.

Es ist ein ernüchternder Satz: „Ein gefahrloser Sportbetrieb ist aktuell nicht möglich.“So heißt es in den Unterlagen für die Sitzung des Rebland-Ortschaftsrats. Das Gremium wird sich in seiner ersten Zusammenkunft nach der Sommerpause am kommenden Montag, 13. September, mit dem Thema beschäftigen. Haupt- und Bauausschuss des Gemeinderats sollen dann in ihren Sitzungen im September der Sanierungsmaßnahme zustimmen – und die außerplanmäßige Aufwendung in Höhe von 150.000 Euro für das Projekt freigeben. Falls die Gremien grünes Licht geben, soll die Ausschreibung für die Arbeiten noch in diesem Jahr herausgehen. „Die Bauarbeiten sollen dann Anfang 2022 stattfinden“, hieß es am Montag aus dem Rathaus. Mit einer Bauzeit von bis zu drei Monaten sei zu rechnen. Das heißt, dass vor April 2022 wahrscheinlich nichts geht in der Yburghalle.

Hallenboden von Feuchtigkeit betroffen

Bei einer Begehung in der mehr als 40 Jahre alten Halle sind die Schäden festgestellt worden. Der Boden, der 2003 letztmals erneuert wurde, hatte sich an mehreren Stellen abgesenkt. Einzelne Platten in der Unterkonstruktion seien bereits gerissen, heißt es in den Unterlagen weiter. Experten für Bauwerksdiagnose, die von der Stadtverwaltung eingeschaltet wurden, untersuchten die Bodenkonstruktion und stellten unter anderem an den Öffnungen für die Sportgeräte im Mineraldämmstoff modrigen Geruch fest. Das Ergebnis ihrer Untersuchung: Der Hallenboden ist im Bereich von der Bühne bis zum Mittelbereich von Feuchtigkeit betroffen.

Ursache für das Problem, so die Experten, seien wohl die fünf Bodenhülsen für die Reckstangen in der Halle, die 3,40 Meter tief in den Hallenboden eingelassen sind, beim Einbau wahrscheinlich aber nicht an eine Drainage angeschlossen wurden. Dagegen schließen die Fachleute einen Eintrag von Feuchtigkeit durch die Fensterfassade oder über Nebenräume in die Halle aus. Allerdings, so heißt es in den Unterlagen, könnte auch die Bodenplatte unter der Halle beschädigt sein. Ob das der Fall ist, wird man aber erst im Laufe der Sanierungsarbeiten feststellen können.

Für die 150.000 Euro plant die Stadtverwaltung den Ausbau des bestehenden Sportbodens, das Verfüllen der schadhaften Reckhülsen und den Einbau neuer Hülsen, eine Überprüfung der Bodenplatte und abschließend den Einbau eines völlig neuen Sportbodens mitsamt einer neuen Unterkonstruktion. Zudem ist die Anschaffung eines neuen Schutzbelages für den Sportboden nötig, wie es heißt. Dieser wird bei nicht sportlichen Veranstaltungen in der Halle eingesetzt, um den Schwingboden zu schonen.

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Erstellt:
7. September 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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