Keine Testpflicht für Geimpfte und Genesene

Baden-Baden (naf) – Frankreich erleichtert die Einreise für EU-Bürger. Was bei einem Urlaub im Nachbarland gilt:

Kein Risikogebiet: Urlauber aus Korsika können ohne Auflagen nach Deutschland zurückkehren. Foto: Pochard Casavianca/AFP

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Kein Risikogebiet: Urlauber aus Korsika können ohne Auflagen nach Deutschland zurückkehren. Foto: Pochard Casavianca/AFP

Die Temperaturen steigen und mit ihnen die Sehnsucht nach einer Erfrischung im glasklaren Meer. Der Urlaub ruft. Und den verbringen die Deutschen nur allzu gerne im Nachbarland Frankreich. Pünktlich zum Temperaturanstieg ist dort in dieser Woche die Testpflicht bei Einreise für vollständig Geimpfte und Genesene entfallen. Für alle anderen reicht ein höchstens 72 Stunden alter Antigen-Schnelltest statt des bisher vorgeschriebenen PCR-Tests. Welche Regeln ansonsten gelten? Ein Überblick:
Einreise: Das Auswärtige Amt gibt noch immer eine coronabedingte Teilreisewarnung für Frankreich heraus, lediglich Korsika sowie die französischen Überseedépartements sind davon ausgenommen. Alle, die trotzdem einreisen möchten, müssen einen höchstens 72 Stunden alten negativen PCR-Test oder Antigentest vorweisen. Gleichwertig ist nun auch der Nachweis eines vollständigen Impfstatus oder der Nachweis der Genesung von einer Infektion, wie Katrin Neuss vom Eurodistrict Strasbourg-Ortenau auf BT-Anfrage bestätigt. Einreisende müssen laut Auswärtigem Amt zudem eine Erklärung zur Symptomfreiheit abgeben. Den Impf-, Test- oder Genesenenstatus können sie in Papierform oder digital über einen Eintrag in der französischen App „TousAntiCovid“ nachweisen. Spätestens ab dem 1. Juli, informiert das Auswärtige Amt weiter, sollen Reisende auch nach EU-Vorgaben ausgestellte digitale Nachweise anderer Staaten verwenden können. Laut Informationen des Eurodistricts finden „aktuell keine systematischen Kontrollen an der Grenze, sondern jeweils stichprobenartige Kontrollen im Landesinneren“ statt.

Ausnahmen: Von der Testpflicht befreit sind Grenzgänger und Bewohner, die sich nicht länger als 24 Stunden in einem Umkreis von weniger als 30 Kilometern vom eigenen Wohnort aufhalten. Laut dem Auswärtigen Amt müssen es berufliche Gründe sein, aus denen sie die Grenze überqueren.

Durch- und Weiterreise:

Man kann problemlos durch Frankreich reisen. Wegen der dortigen Ausgangssperre brauchen laut Auswärtigem Amt allerdings auch Urlauber „einen triftigen Ausnahmegrund“, um sich zwischen 23 und 6 Uhr im Land fortzubewegen. Auch das Reisen mit dem Zug oder per Flugzeug ist möglich, aber eingeschränkt.

Reisen per Flugzeug: Alle Flugreisenden müssen bereits beim Check-in am Abflugort ein negatives Testergebnis vorweisen – auch wenn sie nicht aus einem Risikogebiet nach Deutschland zurückkehren, so der ADAC. Auch hiervon sind vollständig Geimpfte, Genesene und Kinder unter sechs Jahren ausgenommen.

Beschränkungen vor Ort:

Nachts zwischen 23 und 6 Uhr gilt eine generelle Ausgangssperre. Alle Personen über elf Jahren müssen außerdem in öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen einen Mundschutz tragen.

In Restaurants und Cafés dürfen neben den Außen- auch die Innenbereiche wieder öffnen. Die Auslastung der Lokale ist laut ADAC aber auf 50 Prozent begrenzt und pro Tisch sind maximal sechs Personen erlaubt. Auch nichtessentielle Geschäfte, Museen, Konzertsäle, Sporthallen, Vergnügungsparks, Freibäder, Sportstadien und ähnliche Veranstaltungsorte sind mit Einschränkungen wieder geöffnet. Laut dem vierstufigen Öffnungsplan der französischen Regierung soll ab dem 30. Juni dann auch die nächtliche Ausgangsbeschränkung aufgehoben werden.

Rückkehr:

Wer aus Frankreich nach Deutschland zurückkehrt, muss bereits vor dem Grenzübertritt die digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Zudem müssen sich Rückkehrer frühestens 48 Stunden (bei PCR-Test frühestens 72 Stunden) vor der Einreise bis spätestens 48 Stunden nach der Einreise testen lassen. Wer keinen negativen Test vorweisen kann, muss in Quarantäne, bis ein Testergebnis vorliegt.

Ihr Autor

BT-Volontärin Nadine Fissl

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Erstellt:
11. Juni 2021, 09:58 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 34sec

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