Kerstin Cee „voller Freude und Tatendrang“

Hügelsheim (sawe) – Kerstin Cee ist die neue Bürgermeisterin in Hügelsheim. Am Mittwoch hat sie die Rathausschlüssel und die Amtskette aus den Händen ihres Vorgängers Reiner Dehmelt entgegengenommen.

Amtsübergabe im Hügelsheimer Rathaus: Die neue Bürgermeisterin Kerstin Cee nimmt die silberne Amtskette von ihrem Vorgänger Reiner Dehmelt entgegen. Foto: Frank Vetter

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Amtsübergabe im Hügelsheimer Rathaus: Die neue Bürgermeisterin Kerstin Cee nimmt die silberne Amtskette von ihrem Vorgänger Reiner Dehmelt entgegen. Foto: Frank Vetter

Die Anspannung der vergangenen Wochen ist der Freude gewichen, die Stimmung gelöst: Und so präsentiert sich am Mittwochvormittag denn auch eine strahlende Bürgermeisterin bei der Amtsübergabe im Hügelsheimer Rathaus. Kerstin Cee nimmt aus den Händen ihres Vorgängers Reiner Dehmelt die Rathausschlüssel und die extra frisch polierte Amtskette aus echtem Silber entgegen. Sie sei voller Tatendrang und freue sich schon darauf, ab nächste Woche richtig durchzustarten, sagt die 49-Jährige.

Die Verwaltungsmitarbeiter haben der neuen Rathaus-Chefin an ihrem ersten Arbeitstag einen warmen Empfang bereitet: Blumen stehen auf dem Schreibtisch und ein Körbchen mit Glückwünschen, süßer Nervennahrung und anderen sinnigen Hilfsmitteln für die künftigen Herausforderungen im Arbeitsalltag. Dehmelt hat ihr eine Flasche Sekt mit Windrad geschenkt – Symbol für den frischen Wind, der jetzt im Rathaus weht. Die Bürgermeisterin hat zum Einstand belegte Brötchen für die Belegschaft in die Teeküche gestellt, will später noch von Büro zu Büro gehen und coronakonform Einzelbesuche machen. Auch ein Geburtstagsbesuch im Ort steht bereits an diesem Tag an: Renate Rückle, die Witwe von Dehmelts Amtsvorgänger Dieter Rückle, wird 83.

Am frühen Abend stellt die Freiwillige Feuerwehr den Bürgermeistermaien vor dem Rathaus. In Rekordzeit hieven 20 Floriansjünger den geschmückten Baum hoch und gratulieren der neuen Bürgermeisterin mit einem dreifachen „Patsch nass“.

Die Freiwillige Feuerwehr mit Kommandant Heiko Fehlau und Vize Norbert Merkel stellt den Bürgermeistermaien für Kerstin Cee. Foto: Bernhard Schmidhuber

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Die Freiwillige Feuerwehr mit Kommandant Heiko Fehlau und Vize Norbert Merkel stellt den Bürgermeistermaien für Kerstin Cee. Foto: Bernhard Schmidhuber

Cee will gutes Miteinander im Ort fortsetzen

Schon am Morgen hat Cee eine Videobotschaft aufgenommen, mit der sie sich auf der Homepage der Gemeinde an die Hügelsheimer wenden will. Sie wolle das gute Miteinander im Ort mit Gemeinderat, Verwaltung und Bürgern fortsetzen, wie es schon in Dehmelts Amtszeiten der Fall war. „Ich verstehe uns als Team“, unterstreicht sie und dass für sie Bürgerbeteiligung „unheimlich wichtig ist“. Zu den ersten Aufgaben, die sie angehen will, zählen die Verkehrssituation, die Entwicklung von Gewerbe- und Wohnflächen sowie die Optimierung der Spielplätze.

In der ersten Zeit wird sie noch täglich von ihrem Wohnort Pfinztal (Landkreis Karlsruhe) pendeln, was aber kein Dauerzustand bleiben soll. Sie wolle auf jeden Fall nach Hügelsheim ziehen, sagt Cee, die sich in der nächsten Zeit nun noch weiter in die vielschichtigen Hügelsheimer Themen einarbeiten muss. Fleißiges Aktenstudium hat sie bereits mit Dehmelt betrieben, der sie auch zu vielen Terminen mitgenommen und ihr den Einstieg erleichtert hat, wofür sie sehr dankbar ist. Sie würde ihn gerne weiterhin einbinden, sagt sie. Er werde ihr auch gerne mit Rat und Tat zur Verfügung stehen, sich aber nicht in ihre Arbeit einmischen, stellt Dehmelt klar: Sie solle ihren eigenen Weg gehen. Er ist überzeugt davon, dass sie „die Sache in Hügelsheim packt“.

Noch kein Termin für offizielle Amtseinführung

Und wie hat Reiner Dehmelt seinen ersten Tag als Pensionär begonnen? In der Nacht zum Mittwoch, exakt um 0 Uhr, sei er auf seiner Terrasse gesessen und habe in aller Ruhe eine Zigarre genossen. Gegen 7 Uhr fuhr er schon wieder nach Karlsruhe zur Verwaltungsschule des Gemeindetags, wo er Dozent und Mitglied des Prüfungsausschusses ist. „Ich hatte dort zwei Klausuren“, berichtet der 66-Jährige, 70 Arbeiten darf er nun korrigieren. Auch habe er inzwischen zahlreiche Angebote erhalten von Menschen, die mit ihm auf die Hornisgrinde steigen wollen, wo er noch nicht war, obwohl er den Schwarzwald ansonsten sehr gut kennt, erzählt er schmunzelnd.

Wann die offizielle Amtseinführung von Kerstin Cee sein wird, steht noch nicht fest. Der Termin soll wegen der Pandemie etwas nach hinten verschoben werden.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Sabine Wenzke

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Erstellt:
14. Mai 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 47sec

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