Kilian Krumm kandidiert als Bürgermeister für Forbach

Forbach (stn) – Er will Forbach voranbringen: Der 31-jährige Kilian Krumm bewirbt sich auf das höchste Amt der Murgtalgemeinde. Unterstützt wird er dabei von SPD, Grünen und Freien Wählern.

Hat Erfahrung in der Kommunalpolitik: Kilian Krumm. Foto: Reinhold Bauer

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Hat Erfahrung in der Kommunalpolitik: Kilian Krumm. Foto: Reinhold Bauer

Vergangene Woche hatten SPD, Grüne und Freie Wähler angekündigt, einen gemeinsamen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Forbach ins Rennen zu schicken. Nun ist das Rätsel gelüftet: Es ist Kilian Krumm aus Baden-Baden. Der 31-Jährige will laut eigenen Angaben „Forbach voranbringen“. Erreichen möchte er dies, indem er als künftiger Rathauschef die drei Herausforderungen angeht, vor denen Forbach seiner Meinung nach steht: angespannte Haushaltslage, Sanierungsbedarf in der Infrastruktur sowie stetig zurückgehende Bevölkerungszahlen.

Auch am Image der Murgtalgemeinde werde er arbeiten. Die Außenwirkung suggeriere, dass es hauptsächlich viel Unruhe und Streit gebe. „Das stimmt aber nicht mit dem überein, was hier gelebt wird.“ Dieses „Zerrbild“ sei einer der Gründe, weshalb die Gemeinde nicht mehr vorne im Landkreis mitspiele. Mit einer zukünftigen Mitgliedschaft im Kreistag wolle er die Situation grundlegend ändern und „stärker nach außen lobbyieren“.

Einen „Wettbewerb um die besten Ideen“ wolle er eröffnen, die „Wertigkeit der Diskussion auf eine neue Ebene heben“ und „die Geschichte von Forbach neu erzählen“. Nicht zuletzt sei jede Bürgermeisterwahl immer ein Neuanfang. Seine Bewerbung hat er zwar erst am Montag offiziell eingereicht, doch dem Entschluss zu kandidieren sei ein zwei- bis dreiwöchiger Entscheidungsprozess vorangegangen.

Forbach: „Kleinod mit einmaliger Lebensqualität“

Er sei felsenfest davon überzeugt gewesen, dass sich die derzeitige Bürgermeisterin Katrin Buhrke für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stellen werde. Nach Gründen, selbst für das höchste Amt der Gemeinde ins Rennen zu gehen, muss der Gewerkschaftssekretär beim Siemens-Team in Erlangen, das dem IG-Metall-Vorstand angegliedert ist, nicht lange suchen:

„Forbach ist ein Kleinod mit einer einmaligen Lebensqualität. Diese Hanglage gibt es ansonsten nur in den Alpen. Ich fühle mich hier wohl.“ Zudem sei er „absoluter Vereinsmensch“. Die Aktivität der rund 70 Vereine empfinde er deshalb als positiv. „Ich fühle, dass ich hier her gehöre.“

Doch: „Als ich mich dazu entschieden habe, zu kandidieren, habe ich die Haushaltslage nicht gekannt“, gesteht er lachend ein. Noch immer sei der Haushalt nicht seine „Spezialdisziplin“, dennoch ist er zuversichtlich, die ihm bevorstehenden Hürden meistern zu können. Helfen soll ihm dabei das Netzwerk zu Verbänden, Ministerien, der Wirtschaft und der IHK, das er hinter sich habe.

Tätigkeit im Ortschaftsrat Sandweier (Januar 2016 bis Juni 2017), im Jugendhilfeausschuss und im Stadtjugendring in Augsburg nennt der in Baden-Baden geborene Krumm als seine Erfahrungen in der Kommunalpolitik.

Bürgerbeteiligung durch Arbeitskreise

Der 31-Jährige hatte ins Auge gefasst, sich als Sozialdemokrat für die diesjährige Oberbürgermeisterwahl in Baden-Baden zu bewerben. Letztlich hatte er verzichtet, „damit sich nicht zu viele Kandidaten gegenseitig die Erfolgschancen nehmen“. Stattdessen ist er nun im Wahlkampfteam von Roland Kaiser (Grüne) aktiv.

Die nächsten Jahre würden nicht einfach werden, gibt Krumm zu bedenken, dennoch möchte er „die Chancen nutzen, die Forbach hat“. Wichtig sei ihm, mit allen zu reden, aktiv zuzuhören und zu verstehen: „Bei mir wird es keine Politik über die Köpfe hinweg‘ geben, sondern eine Politik des Mitdiskutierens und des Mitmachens. Mit einem Bürgerbeteiligungsprozess, der die Menschen in Forbach selbst mitnimmt. Alle Interessierten werden die Möglichkeit haben, in Arbeitskreisen zu ihren Themeninteressen daran mitzuwirken, Forbach voranzubringen. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Bürgerwerkstatt allen Bewohnern vorgestellt und dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt.“

Die Unterstützung der SPD, Grünen und Freien Wähler ist ihm im Wahlkampf sicher. „Es hat uns überrascht, wie Kilian Krumm sich schon in die Gemeinde eingearbeitet hat. Er hat viele Themen angesprochen, die uns bewegen. Er spricht uns aus der Seele“, schwärmt Barbara Ruckenbrod (FWG). „Mit Kilian Krumm haben wir einen guten Kandidaten gefunden, der mit seinen Qualitäten unseren Vorstellungen entspricht“, ergänzen Hubert Reif und Margrit Haller-Reif (Grüne). Er signalisiere Aufbruchstimmung und habe Ideen, wie man die Gemeinde entwickeln kann. Auch die SPD sieht laut Heike Schillinger in dem 31-Jährigen einen jungen Kandidaten, der die begonnene gute Arbeit fortführen könne. „Die Gemeinde braucht mutige Leute und jemanden, der nach vorne blickt. Kilian Krumm ist wie auf Forbach zugeschnitten.“

www.kilian-krumm.de

Ihr Autor

BT-Redakteurin Nora Strupp

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Erstellt:
14. Februar 2022, 18:12 Uhr
Lesedauer:
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