Kinderbetreuung in Privathaus zugestimmt

Durmersheim (HH) – Kinderbetreuungsplätze sind in Durmersheim rar. Der Bauausschuss des Gemeinderats hat deshalb nun einem ergänzenden Angebot für sieben Kinder in Würmersheim zugestimmt.

Bis zu sieben Kinder sollen von Tagesmüttern in diesem Haus in Würmersheim betreut werden, das die Gemeinde zur Überbrückung von Engpässen mietet. Foto: Helmut Heck

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Bis zu sieben Kinder sollen von Tagesmüttern in diesem Haus in Würmersheim betreut werden, das die Gemeinde zur Überbrückung von Engpässen mietet. Foto: Helmut Heck

Einfache Fälle und schwierige waren unter den zehn Vorhaben zu finden, die der Bauausschuss des Gemeinderats am Dienstag beurteilen musste. Die Sitzung wurde doppelgleisig durchgeführt, die Mitglieder des Gremiums beteiligten sich per Video von zu Hause. Die Vertreter der Verwaltung fanden sich im Schulzentrum ein, wo Bürgermeister Andreas Augustin die Beratungen leitete.

Vereinbarung für drei Jahre

Zu den einfachen Angelegenheiten gehörte die Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen in einem Privathaus in der Straße Am Rottlich in Würmersheim. Die Eigentümerin hatte angeboten, das Erdgeschoss mitsamt Gartenanteil für die Nutzung durch Tagesmütter an die Gemeinde zu vermieten. Im November wurde die Offerte dem Gemeinderat unterbreitet. Es wurde beschlossen, eine Vereinbarung für drei Jahre mit Verlängerungsmöglichkeit zu schließen. Die Anmietung soll helfen, die Platznot in den regulären Betreuungsstätten zu überbrücken. Die Räume ergeben eine Fläche von insgesamt 86 Quadratmetern, es könnten bis zu sieben Kinder aufgenommen werden. Nun ist es offenbar bald soweit. Dem Bauausschuss wurde der Antrag auf Nutzungsänderung vorgelegt, um die Kindertagespflege einzurichten. Einstimmig wurde Einvernehmen bekundet.

Werkstatt wird zu Wohnraum

Ohne Umstände positiv beschieden wurde ebenso die schon mit einer früheren Voranfrage abgeklärte Umwandlung einer Werkstatt zu Wohnraum in der Friedrichstraße.

Keine Probleme bereitete ferner ein Antrag auf Schaffung einer Wohnung für den Betriebsleiter in einem Gewerbegebäude in der Wagnerstraße im Gebiet südlich der Malscher Straße. Ortsbaumeister Hans-Martin Braun teilte dem Bauausschuss mit, dass die Bindung an betriebliche Zwecke durch Eintragung einer Baulast abgesichert wird.

Zudem soll im selben Gebäude ein neues Treppenhaus angebaut werden. Da für diesen Zweck jedoch eine Fläche, die im Bebauungsplan mit einem Pflanzgebot belegt ist, überbaut werden soll, wurde es schwierig. Vergleichbare Befreiungen seien in dem Gebiet bisher nicht erteilt worden, ließ die Verwaltung wissen, für das Überschreiten von Baugrenzen habe man Ausnahmen zugelassen. Diese Zwickmühle spiegelte sich in unterschiedlichen Meinungen wider. Die Abstimmung brachte eine knappe Mehrheit gegen die Aufhebung des Pflanzgebots.

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Erstellt:
29. April 2021, 12:39 Uhr
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