Kirchengemeinde verzichtet auf Richtfest

Gaggenau (uj) – Der Rohbau des neuen Gemeindehauses ist fertig. Doch die evangelische Kirchengemeinde Gaggenau verzichtet auf das Richtfest – coronabedingt.

Ohne Richtfest gehen die Arbeiten am neuen Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde weiter. Foto: Ulrich Jahn

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Ohne Richtfest gehen die Arbeiten am neuen Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde weiter. Foto: Ulrich Jahn

Das evangelische Gemeindehaus wächst. Die Arbeiten gehen nahezu planmäßig voran. Gibt es keine unvorhergesehenen Verzögerungen, könnten Teile des Hauses im Oktober in Betrieb gehen. Jutta Walter, Vorsitzende des Kirchengemeinderats, ist zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen.

„Mit den Büros können wir uns Zeit lassen“, berichtet sie im Gespräch mit dem BT. Wichtig seien die Räume und Säle, unter anderem für die Gemeinde und die Jugend. Aktuell sei die Elektronik für das Haus vorbereitet, berichtet Walter. Das heißt, die Leitungen seien von außen gezogen. Demnächst könne die Elektronik im Inneren des Gebäudes verlegt werden. Danach folge der Innenausbau. Später werde der Estrich verlegt.

Ursprünglich war Ende Februar oder Anfang März ein Richtfest geplant. Nach Rücksprache mit dem städtischen Ordnungsamt verzichtete die evangelische Kirchengemeinde auf dieses kleine Fest. Froh ist Walter, dass es bis jetzt bei den Arbeiten so gut wie keine coronabedingten Ausfälle bei den Mitarbeitern der beauftragten Firmen gab.

Kosten betragen rund 2,5 Millionen Euro

Wegen Corona war bereits der offizielle Startschuss für den Neubau nur im kleinen Rahmen möglich. Ende Oktober gab es eine symbolische Grundsteinlegung mit geladenen Gästen. „Zeitkapselgrundsteinlegung“ nannte Jutta Walter die kleine Variante für den Startschuss. In dieser Kapsel befinden sich unter anderem Infos zur Pandemie, Münzen und das BT vom 26. Oktober 2020. Die Kapsel wurde in das Gebäude eingemauert. Die Pfarrer Nicola und Hartmut Friedrich sowie Alexander Kunick sprachen ein Gebet für das neue Gebäude. Die Kirchengemeinde hatte seinerzeit erklärt, dass der Neubau im Spätsommer dieses Jahres bezugsfertig sei. Die Kosten waren mit 2,5 Millionen Euro angegeben worden.

Das neue Gemeindehaus steht zwischen der Markuskirche und der Jahnhalle. Mit dem Projekt wird die Fusion der evangelischen Kirchengemeinden abgeschlossen. Sie hatte das alte Gemeindehaus neben der Markuskirche an das Architekturbüro Luft aus Hörden verkauft. Das war eine Folge des Zusammenschlusses der drei evangelischen Kirchengemeinden zum 1. Juni 2017. Damals waren die Johannesgemeinde Bad Rotenfels, die Lukasgemeinde Ottenau und die Markusgemeinde Gaggenau zur evangelischen Kirchengemeinde Gaggenau fusioniert. Die Johanneskirche war an den Verein „Gebetshaus Bad Rotenfels“ verkauft worden, der dort ein Gebetshaus einrichtete. Die Entwidmung der Johanneskirche war am 21. Januar 2018.

Ottenauer Haus verkauft

Das Gemeindehaus in Ottenau wird demnächst an die neuen Besitzer übergeben, die in dem Gebäude nach Angaben von Jutta Walter wohl Wohnungen einrichten wollen. Ab 1. Juni steht das Gebäude in der Friedrichstraße der evangelischen Kirchengemeinde nicht mehr zur Verfügung.

Die evangelische Kirchengemeinde hat das Ottenauer Gemeindehaus der einstigen Lukasgemeinde verkauft. Foto: Ulrich Jahn

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Die evangelische Kirchengemeinde hat das Ottenauer Gemeindehaus der einstigen Lukasgemeinde verkauft. Foto: Ulrich Jahn

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BT-Redakteur Ulrich Jahn

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Erstellt:
15. April 2021, 18:00 Uhr
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