Kita Plittersdorf: „Seefeld“ statt „St. Raphael“?

Rastatt (hb) – Wie soll die neue Plittersdorfer Kita heißen? Kirche und Elternbeirat plädieren dafür, den Namen St. Raphael beizubehalten. Der Ortschaftsrat schlägt „Kindertagesstätte im Seefeld“ vor.

So ist die neue Plittersdorfer Kita geplant, die 2023 fertiggestellt sein soll. Der Ortschaftsrat schlägt jetzt den Namen „Kindertagesstätte im Seefeld“ vor. Visualisierung: Bau4/Archiv

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So ist die neue Plittersdorfer Kita geplant, die 2023 fertiggestellt sein soll. Der Ortschaftsrat schlägt jetzt den Namen „Kindertagesstätte im Seefeld“ vor. Visualisierung: Bau4/Archiv

Angesichts der gesunkenen Inzidenzwerte hat sich der Plittersdorfer Ortschaftsrat nach 17 Monaten entschlossen, wieder zu einer öffentlichen Präsenzsitzung zurückzukehren. Allerdings verfolgten nur sehr wenige Zuhörer die Sitzung. Die Bestuhlung in der Altrheinhalle sorgte für den geforderten Abstand, Maskenpflicht war geboten, die Möglichkeit eines Selbsttests gegeben.

Erneut stand im Gremium die Kindertagesstätte auf der Tagesordnung, die am Ortseingang Richtung Ottersdorf neu gebaut werden soll. Am Dienstag wurde nun über den künftigen Namen der Einrichtung beraten. Während die katholische Kirche als Träger und der Elternbeirat sich für die Beibehaltung des Namens des alten Kindergartens St. Raphael aussprachen, folgte der Ortschaftsrat dem nicht.

„Die Stadt Rastatt finanziert und baut die neue Kindertagesstätte und hat somit auch das Vorschlagsrecht zur Namensgebung“, zitierte Ortsvorsteher Mathias Köppel. Nach vorheriger Rücksprache mit der Stadt könnte man sich den Namen „Kindertagesstätte in den Rheinauen“ gut vorstellen. Allerdings kamen aus den Reihen des Gremiums weitere Vorschläge, da „Rheinauen“ mehrheitlich für zu pauschal gehalten wurde. Mit „Kindertagesstätte im Seefeld“ und Kindertagesstätte am Altrhein“ wurden zwei Vorschläge favorisiert. Man wolle unbedingt einen lokalen Bezug zum Standort, waren sich die Räte einig. Mehrheitlich erfolgte letztlich die Festlegung auf „Kindertagesstätte im Seefeld“. Der Vorschlag geht nun zur Beschlussfassung in den Technischen Ausschuss des Gemeinderats.

Tempo-Überwachung im Ortsgebiet

Weiteres Thema in der Sitzung war der Verkehr im Ort. „Alles hält sich im Rahmen, aufgrund der Messergebnisse sind keine allzu großen Probleme bei der Geschwindigkeitsüberwachung im Ortsgebiet zu erkennen“, so Ortsvorsteher Köppel. An knapp 30 Terminen zu unterschiedlichen Zeiten und Standorten sowie drei Messmethoden sei der Verkehr überwacht worden. „Bleibt festzustellen, dass es nur vereinzelt Beanstandungen von Fahrzeugen gab, die deutlich zu schnell waren“, so der Stadtteilchef. Überwiegend lagen die Geschwindigkeitsüberschreitungen im Bereich von bis zu 15 Kilometern pro Stunde. Eine beanstandete Quote von unter zehn Prozent der gemessenen Fahrzeuge liege im Bereich des „Normalen“.

Absoluter Schwerpunkt ist nach wie vor der Rödereckring in Höhe der Ortsein- beziehungsweise -ausfahrt. In beiden Richtungen von und nach Steinmauern wurden Beanstandungen bis zu 32 Prozent gemessen mit einem Spitzenwert von über 31 Stundenkilometern. Ungeachtet dessen stellte sich das Gremium die Frage, weshalb die Zahlen insgesamt so niedrig seien, zumal immer wieder Beschwerden der Anlieger aufkommen. „Zum einen werde wohl vielfach die Geschwindigkeit zu hoch eingeschätzt, zum anderen kennt man inzwischen auch die Fahrzeuge, aus denen geblitzt wird“, vermutete Köppel.

„Erhebliche Verkehrszunahme“

Aktuell steigen wieder Beschwerden bei der Ortsverwaltung hinsichtlich des Verkehrs durch den Rödereckring. Nach der Sperrung der Hauptstraße in Steinmauern komme es dort und auf der Fährstraße Richtung Rastatt zu einer erheblichen Verkehrszunahme. „Wir haben das bereits registriert und werden in nächster Zeit die Schwerpunkte der Verkehrsüberwachung auf diesen Bereich legen“, so Köppel.

Im Bereich des Hochwasserdamms zwischen Schützenhaus und Wörthfeldsee beziehungsweise Raukehl hat seit der Pandemie der „Freizeit-Tourismus“ zugenommen. Eine Schranke beim Schützenhaus soll Abhilfe schaffen.

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Erstellt:
27. Mai 2021, 11:09 Uhr
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