Kitas testen Kleinkinder mit Lolli-Methode

Baden-Baden (naf) – Einzelne Kommunen testen Kleinkinder bereits in landesweiten Pilotprojekten mit Lolli-Schnelltests, die unter die Zunge gelegt werden, um Speichel aufzunehmen.

Der Speichel-Schnelltest soll zweimal die Woche durchgeführt werden. Foto: Michael Reichel/dpa

© dpa

Der Speichel-Schnelltest soll zweimal die Woche durchgeführt werden. Foto: Michael Reichel/dpa

Die 450.000 Kita-Kinder im Südwesten rücken zunehmend in den Fokus bei der Pandemie-Bekämpfung. Nachdem der Städtetag eine landesweite Testpflicht für Kita-Kinder und Beschäftigte ins Gespräch brachte, starten einzelne Kommunen landesweit mit Pilotprojekten dazu. Auch in Baden-Baden werden im Kindergarten Friedrich Oberlin, in der Tagesstätte St. Vinzenz und im Scherer Kinder- und Familienzentrum Corona-Schnelltests angeboten. Mit begleitenden Elternbriefen „und der Bitte, die Kinder zu testen“ wurden die sogenannten Lolli-Tests bereits in der vergangenen Woche verteilt, wie Steffen Miller, Fachgebietsleiter Kindertagesbetreuung und Jugendförderung, berichtet. Dabei handle es sich um einen Schnelltest, dessen saugfähige Spitze unter die Zunge gelegt werden kann, um genügend Speichel aufzusaugen. So erhalte man innerhalb weniger Minuten ein Ergebnis ohne Abstrich. Den Test sollen Eltern jeweils am Montag- und Mittwochmorgen vor dem Kitabesuch bei Kindern ab drei Jahren durchführen. „Wir wollen die Eltern dafür gewinnen“, sagt Miller gegenüber dem BT. Ein Großteil der Rückmeldungen sei bisher positiv gewesen.

Weitere Lieferungen sind laut dem Bereichsleiter bereits auf dem Weg, denn die Testungen sollen auch auf andere Einrichtungen ausgeweitet werden. Wann die bestellten Kits eintreffen, sei jedoch unklar, „der Bedarf ist groß“, sagt Miller.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.