Kleine Geschenk-Freuden bereiten

Rastatt (dm) – In Rastatt laufen in der Adventszeit wieder verschiedene Wunschbaum-Aktionen für Kinder und Obdachlose.

Je Stern ein Wunsch: Weihnachts-Aktionsbäume warten derzeit auf gute Geister. Foto: Daniel Melcher

© dm

Je Stern ein Wunsch: Weihnachts-Aktionsbäume warten derzeit auf gute Geister. Foto: Daniel Melcher

An verschiedenen Stellen laufen in Rastatt derzeit Weihnachtsbaumwunschaktionen für Bedürftige.
Auch wenn der Weihnachtsmarkt aufgrund der Corona-Verordnung des Landes frühzeitig abgebaut werden musste – die Aktion, die die Stadt Rastatt und die Diakonie stets in diesem Zusammenhang auf die Beine stellen, geht weiter.

Ohnehin war der Wunschbaum von vorneherein außerhalb des dieses Mal pandemiebedingt eingezäunten Marktgeschehens aufgestellt worden. Er steht im Eingangsbereich der katholischen Stadtkirche St. Alexander bereit. Und ist sogar mit weiteren Sternen behängt worden, auf denen die Wünsche von Kindern aus bedürftigen Familien geschrieben stehen.

Wer den Kindern einen Wunsch erfüllen will, pflückt einen Stern vom Tannenbaum und besorgt das darauf stehende Geschenk im Wert von rund 15 Euro. Am 13. Dezember ist Abgabeschluss.

In der Rastatter Volksbank-Hauptfiliale in der Kaiserstraße ist der Weihnachtsbaum ebenfalls ein Wünschebaum, zum nunmehr dritten Mal: 30 kleine Wünsche von Obdachlosen hängen dort zwischen den Kerzen und Kugeln in der Schalterhalle – abgefragt von der Wohnungslosenhilfe der Caritas. So viele wie in diesem Jahr seien bisher noch nie zusammengekommen, heißt es in einer Mitteilung. „Es sind insbesondere praktische Dinge für den Alltag, die sich die Wohnungslosen wünschen“, erklärt Desirée Ochs von der Wohnungslosenhilfe der Caritas: Einkaufsgutscheine, Aufladekarten fürs Handy, Hygienieartikel. Auch hier gilt: Wer einem Obdachlosen eine kleine Freude machen will, der nimmt sich einen Zettel vom Weihnachtsbaum und erfüllt den darauf notierten Wunsch. Die besorgten Geschenke können dann in der Volksbank-Hauptfiliale oder bei der Caritas abgegeben werden, die den Obdachlosen dann zu Weihnachten im kleinen Rahmen ihre Geschenke überreicht.

Ärger über Bußgelder für Obdachlose

Rund 30 Obdachlose nutzen regelmäßig die Caritas-Tagesstätte in Rastatt, teilt die Organisation mit: Sie wärmen sich auf, kochen etwas, duschen oder waschen ihre Kleidung. So gut wie alle obdachlosen Besucher der Caritas-Einrichtungen seien geimpft. Zu den „Stammkunden“ kommen noch die Durchreisenden, die jedoch während der Corona-Pandemie weniger geworden sind. Nicht verstehen kann Paul Hnas, Leiter der sozialen Dienste bei der Caritas, dass gegen Obdachlose während des Lockdowns Bußgelder verhängt wurden, da sie sich nach der Ausgangssperre draußen aufgehalten hatten..

Auch beim Supermarkt Kaufland im Rastatter Gewerbegebiet können in Kooperation mit verschiedenen sozialen Einrichtungen Kinder aus dem „Wunschbaumkatalog“ des Unternehmens Weihnachtswünsche auswählen. Für jedes Kind wird eine Karte mit seinem Wunsch geschrieben, diese werden an einem geschmückten Weihnachtsbaum angebracht, heißt es in einer Mitteilung. Kunden können sich bis Samstag, 11. Dezember, die Wünsche vom Baum nehmen und an der Kundeninformation das Geschenk im Wert von bis zu 15 Euro erwerben. Die Übergabe findet vom 13. bis 18. Dezember statt.

Ihr Autor

BT-Redakteur Daniel Melcher

Zum Artikel

Erstellt:
7. Dezember 2021, 19:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 21sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.