Kleinigkeiten zählen für den KSC gegen Aue

Karlsruhe (fal) – Der Karlsruher SC ist am Samstag gegen den FC Erzgebirge Aue im Heimspiel gefordert. Der will gegen den KSC seinen ersten Saisonsieg einfahren. Erwartet wird eine sehr enge Partie.

Steht nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel nach über vier Wochen aller Voraussicht nach wieder auf dem Platz: KSC-Kapitän Jerôme Gondorf. Foto: Uli Deck/dpa

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Steht nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel nach über vier Wochen aller Voraussicht nach wieder auf dem Platz: KSC-Kapitän Jerôme Gondorf. Foto: Uli Deck/dpa

Etwa die Hälfte der 18 Zweitligisten, so vermutet es Christian Eichner, schielt Richtung Bundesliga und will die Saison schon deshalb auf Platz eins bis drei abschließen. „Unsere Ambitionen sind nicht ganz so groß“, sagt hingegen der Trainer des Karlsruher SC – und kommt damit quasi automatisch auch auf den Gegner am Samstag (13.30 Uhr) zu sprechen. Auch dort, beim FC Erzgebirge Aue, seien die Ziele nicht ganz so hoch. Soll heißen: Für Badener und Sachsen geht es in allererster Linie um den Klassenerhalt.

Diesbezüglich sind die Wildparkprofis (13 Punkte) zwar schon ein bisschen weiter als die „Veilchen“ (4). Den noch sieglosen Tabellenvorletzten deshalb auf die leichte Schulter zu nehmen, kann sich der KSC freilich auf keinen Fall leisten. Denn die Gäste werden seiner Mannschaft, da ist sich Eichner sicher, „alles abverlangen“.

Christian Eichner will Aue nicht auf die leichte Schulter nehmen

Auf die Qualitäten, beziehungsweise Stärken des „Kumpelvereins“ aus dem Erzgebirge angesprochen, verweist der KSC-Coach nur auf dessen jüngste zwei Spiele: In Regensburg arbeitete der FCE einen 0:2-Rückstand auf und zog dann doch noch in der Nachspielzeit mit 2:3 den Kürzeren. Eine Woche später, im eigenen Stadion, hatte Aue sogar den HSV am Rande einer Niederlage. Allerdings unterlief dem ehemaligen KSC-Spieler Dirk Carlson – ebenfalls in der Nachspielzeit – ein Eigentor. Die Hanseaten kamen mit einem blauen Auge (1:1) davon.

Am Samstag sei es deshalb an der Zeit, so ist den Wortmeldungen aus Aue zu entnehmen, das Spielglück zu erzwingen und in der Fächerstadt endlich den ersten Saisonsieg einzufahren. „Wir haben gut trainiert. Ich hoffe, wir bekommen das in Karlsruhe auch auf den Platz“, sagt Aues Teamchef Marc Hensel. Zur Beförderung auf den Cheftrainersessel fehlte dem vorherigen Co-Trainer, beziehungsweise Interimscoach nach der Trennung von Aleksey Shpilevski die erforderliche Lizenz.

Mit nur einem Punkt wäre es laut Kapitän Martin Männel dabei nicht getan. „Wir müssen uns für die gute und harte Arbeit, die wir nicht erst in den letzten Wochen, sondern schon seit diesem Sommer abliefern, endlich belohnen.“ Er ist davon überzeugt, dass die Veilchen am Samstag endlich aufblühen und „den ersten Saisonsieg, den wir alle so sehr herbeisehnen, einfahren werden“. Auch der frühere KSC’ler (2013 – 2016) Dimitrij Nazarov sieht seine Mannschaft „auf dem aufsteigenden Ast“ und möchte „mit drei Punkte nach Hause fahren.“

Enges Spiel erwartet

Aues bislang letzter Sieg in Karlsruhe liegt einerseits zwar fast 15 Jahre zurück (1:0 am 3. Dezember 2006). Andererseits stellen die Heimspiele des KSC gegen den FC Erzgebirge auch keine Erfolgsserie dar: vier Siege, fünf Unentschieden, drei Niederlagen stehen zu Buche.

Wie so oft in Liga zwei ist also vermutlich mit einem „engen Spiel“ (Eichner), einer zähen Auseinandersetzung zu rechnen. „Kleinigkeiten“, so ahnt der KSC-Coach weiter, werden wohl über Sieg und Niederlage entscheiden.

Weil Jerôme Gondorf seinen Muskelfaserriss im Oberschenkel auskuriert hat, wird der KSC-Kapitän nach viereinhalb Wochen Verletzungspause aller Voraussicht nach die Gastgeber wieder aufs Spielfeld führen. Leidtragender aus der Startelf in Regensburg (2:2) wird vermutlich Fabio Kaufmann sein und erst einmal auf der Ersatzbank Platz nehmen müssen. Weil Robin Bormuth mit seiner Kapselverletzung am Sprunggelenk noch länger ausfällt, läuft auch KSC-Senior Daniel Gordon (36) wieder in der Anfangsformation auf.

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Erstellt:
15. Oktober 2021, 23:00 Uhr
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