Klima-Aktionstag am Windeck-Gymnasium in Bühl

Bühl (jure) – Klima-Aktionstag als Pilotprojekt: Am Windeck-Gymnasium findet am 19. September ein attraktives Programm statt. Dort werden wwei Ministerinnen zu Gast sein.

Schulleiterin Andrea Körner (rechts) ist begeistert von dem vielfältigen Angebot, das Doreen Hamm und Thomas Hoffmann für den 19. September organisiert haben. Foto: Judith Feuerer

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Schulleiterin Andrea Körner (rechts) ist begeistert von dem vielfältigen Angebot, das Doreen Hamm und Thomas Hoffmann für den 19. September organisiert haben. Foto: Judith Feuerer

Das Bühler Windeck-Gymnasium ist erneut Pionier. Nachdem die Schule vor knapp zwei Jahren die erste Bühler Klimaschule wurde und seit 2016 eigene Umweltmentoren hat, findet am Freitag, 19. September, jetzt der landesweit erste Klima-Aktionstag als Pilotprojekt am Windeck-Gymnasium statt.

Wie bedeutungsvoll die Premiere für das Land ist, zeigt sich schon allein daran, dass am Mittag nicht nur Umweltministerin Thekla Walter, sondern auch Kultusministerin Theresa Schopper nach Bühl kommen. Dabei stellen sie sich zusammen mit Oberbürgermeister Hubert Schnurr den Fragen der Umweltmentoren der Schule. Die Podiumsdiskussion „Dem Klimawandel entgegentreten“ krönt den ersten Klimaaktionstag, an dem sich die gesamte Schüler- und Lehrerschaft mit dem Thema Klima auseinandersetzt. Ein Blick in das über 60 Veranstaltungen umfassende Programm zeigt, dass an diesem Schultag nicht nur theoretisches Wissen vermittelt wird, sondern sich die Schule aktiv mit Lösungen und Möglichkeiten auseinandersetzt.

„Unser Ziel ist es, dass die Schüler erkennen können, welchen Anteil sie für den Klimaschutz leisten können“, erklärte Lehrerin Doreen Hamm, die zusammen mit Thomas Hoffman den Tag organisiert. Theoretisch wüssten die Schüler schon einiges zum Klimawandel. Doch an diesem Freitag soll die Erfahrung im Mittelpunkt stehen. Über Experimente, Erfahrungsberichte, Versuche, Diskussionen, künstlerische und spielerische Elemente soll eine Annäherung stattfinden. Dazu wurden über Organisationen wie Greenpeace, die Jugendstiftung des Umweltministeriums, die regionale Klimastiftung, die Bühler Fridays-for-Future-Gruppe sowie den Nationalpark Schwarzwald viele attraktive Angebote für die einzelnen Klassen zusammengestellt.

Schüler sollen konkrete Auswirkungen erfahren

„Eise Riesenarbeit, die meinen vollen Respekt verdient“, freut sich Schulleiterin Andrea Körner über die unglaubliche Vielfalt an diesem Tag. Ins Rollen hat Thomas Hoffmann den Stein gebracht, der am Bühler Windeck-Gymnasium unter anderem Geografie unterrichtet, aber auch in der Lehrerausbildung tätig ist. Schon 2014 hat er Lehrmaterial zu „Klimawandel in Baden-Württemberg“ erarbeitet, das aktuell von ihm überarbeitet wurde und nun auch viele digitale Elemente erhält. „Wichtig ist, dass nicht nur global gedacht wird, sondern die Schüler erfahren, was es konkret für sie regional bedeutet.“ Diesen Gedanken verfolgt er auch mit der Weltklimakonferenz, die an diesem Freitag für Jugendliche des Windeck-Gymnasiums sowie Schüler aus Japan, Mexiko, Indien und Südafrika stattfinden soll.

„Ideal wäre es, wenn sich dabei unter den Schülern ein weltweites Netzwerk entwickelt und pfiffige Lösungen in Gang gebracht werden“, erklärt er die Intention des internationalen Austausches. Während die Oberstufenschüler international mit Gleichaltrigen über ihr Jahrhundert diskutieren und wie sie es beeinflussen können, probieren andere über das Climate-Action-Simulationsspiel aus, wie sich politische Entscheidungen und Handlungen auf das Klima auswirken. „Das ist sehr beeindruckend, da mit echten Daten gearbeitet wird und so realitätsnahe Effekte deutlich werden“, berichtet Hoffmann, Dabei zeige sich beispielsweise, welche Durchschnittstemperatur im Jahr 2100 bei welchen Maßnahmen herrschen werde. Jede Klasse hat mindestens zwei Veranstaltungen. Während die Sechstklässler angeleitet von den Umweltmentoren der Schulen eine Energierallye machen, testen andere den Klimakoffer oder neue digitale Lehrmaterialien. Da wird mit Eiswürfeln die Gletscherschmelze symbolisiert, Upcycling betrieben oder ein Klimacheck durchgeführt mittels CO2-Rechner.

Der Klima-Aktionstag ist ein Ergebnis aus den Überlegungen von Kultus- und Umweltministerium, wie nachhaltiges Handeln auch über die Schulen besser verankert werden kann. Eingebettet ist der Tag in eine Reihe weiterer bundes- und landesweiter Veranstaltungen und Aktionstage.

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Erstellt:
9. September 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 40sec

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