Klimaschutz: Mehr Tempo in Rastatt

Rastatt (BT) – Der Rastatter Klimabeirat hat sich auf vier Handlungsziele für mehr Klimaschutz geeinigt. Im Zentrum steht dabei der Ausbau der Fotovoltaik-Anlagen.

Die Verwaltung will, dass auf städtischen Gebäuden künftig Fotovoltaik-Anlagen angebracht werden. Symbolfoto: Armin Weigelt/dpa

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Die Verwaltung will, dass auf städtischen Gebäuden künftig Fotovoltaik-Anlagen angebracht werden. Symbolfoto: Armin Weigelt/dpa

Lang war die Liste an Themen, die der Klimabeirat in seiner jüngsten Sitzung diskutierte. Die Mitglieder, die sich aus Vertretern verschiedener Klima- und Bürgerorganisationen, den Fraktionsvorsitzenden des Rastatter Gemeinderats und Verwaltungsmitarbeitern zusammensetzen, einigten sich schließlich auf vier Handlungsziele, wie aus einer Pressemitteilung der Verwaltung hervorgeht. Städtische Gebäude sollen möglichst bis 2025 mit Fotovoltaik-Anlagen ausgestattet werden. Auf künftig von der Stadtverwaltung erworbenen oder neu errichteten Gebäuden müssen Fotovoltaik-Anlagen installiert werden. Nachhaltigkeitsaspekte und Klimaauswirkungen sollen bei zukünftigen Entscheidungen in der Verwaltung und in Ausschüssen des Gemeinderats berücksichtigt werden. Und die Stadt Rastatt soll bis 2035 klimaneutral sein.

Klimaprüfung bei Drucksachen noch in Arbeit

Die beiden Beiratsbeschlüsse zum Ausbau der Fotovoltaik-Anlagen sind bereits druckreif. Am 15. Juli sollen sie dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegt werden. Derzeit eignen sich 14 kommunale Gebäude für eine solche Anlage, bei weiteren zehn müssen Statik, Denkmalschutz oder Dachflächengröße beispielsweise näher betrachtet werden. Dies ergab eine stadtinterne Untersuchung in den vergangenen Monaten. Eignen würden sich demzufolge die Dächer verschiedener Schulen oder Sporthallen.

In der Entwicklung befindet sich im Vergleich dazu noch der Beschluss, bei Drucksachen – also bei jenen Dokumenten, die die Stadtverwaltung dem Gemeinderat vorlegt und über deren Inhalt dieser entscheidet – die Brille der Klimaverträglichkeit aufzusetzen. Hierfür ist geplant, Stadtmitarbeiter zu schulen, damit sie frühzeitig Projekte auf Klimaverträglichkeit prüfen und gegebenenfalls Alternativen suchen können.

Für Diskussion sorgte der Beiratsbeschluss, Rastatt bis 2035 klimaneutral aufzustellen. Bisher hatte die Verwaltung die Zielmarke 2050 angestrebt und sich dabei an der Europäischen Union orientiert. Die Einigung im Beirat auf 2035 ist eine wichtige Zielvorgabe, um klimaneutral in die Landesgartenschau zu starten, die 2036 in Rastatt ausgerichtet wird. Das neue Ziel soll als Maßnahme ins Klimaschutzkonzept eingearbeitet werden, das derzeit unter breiter Bürgerbeteiligung erarbeitet und im September dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegt wird.

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21. Juni 2021, 09:00 Uhr
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