Klimaschutz beim TV Bühlertal

Bühlertal (sre) – Die Leichtathletikabteilung des TV Bühlertal startet eine Initiative, außerhalb des eigentlichen Sports: Mehrere Klimaschutzaktionen wurden schon durchgeführt, andere stehen noch an.

Unter anderem beim Müllsammeln sind Athleten des TV Bühlertal für den Umweltschutz im Einsatz. Foto: Fabienne Kleinkopf/TVB

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Unter anderem beim Müllsammeln sind Athleten des TV Bühlertal für den Umweltschutz im Einsatz. Foto: Fabienne Kleinkopf/TVB

Wie kann man die Zukunft auch in der eigenen Umgebung nachhaltiger gestalten? Diese Frage hat sich Fabienne Kleinkopf gestellt, die als Athletin beim TV Bühlertal aktiv ist. Ihre Idee: Warum nicht den Verein mit einbinden? Die Studentin stieß auf offene Ohren – und initiierte gleich mehrere Klimaschutzaktionen mit der Leichtathletikabteilung des Turnvereins. Und das ist erst der Anfang, wie sie im BT-Gespräch verrät.
„Wir möchten unseren Verein nachhaltiger gestalten und uns zukünftig aktiv gegen den Klimawandel und für den Umweltschutz einsetzen“, macht sie klar. Ein fünfköpfiges Team habe sich deshalb zusammengefunden, um gemeinsam Konzepte zu entwickeln. Unter dem Motto „TV Bühlertal – wir tun laufend was für das Klima“ sei die Initiative vor einigen Monaten mit zwei Projekten an den Start gegangen: einer groß angelegten Müllsammelaktion und dem Thema Renaturierung. Unterstützt wird das Projekt vom Vorstand des Turnvereins, von der Gemeinde Bühlertal und vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord.

Die Müllaktion habe man bisher an vier Samstagen im Raum Bühl und Bühlertal durchgeführt. Coronabedingt habe man vor einigen Wochen in Zweiergruppen und zunächst mit den älteren Athleten losgelegt. In Absprache mit der Gemeinde habe man sich dann auf verschiedene Strecken aufgeteilt und dabei mehr als 100 Kilo Müll eingesammelt.

Weiteres Projekt: Renaturierung

Ein wichtiges Anliegen sei es auch gewesen, die Kinder im Verein mit einzubeziehen. Für diese habe man deshalb vor Kurzem eine besondere Müllsammelaktion in Form eines spielerischen Wettbewerbs durchgeführt. In verschiedenen Wettbewerben sei die Aktion mit dem sportlichen Aspekt in Verbindung gebracht und den Kindern in aufklärerische Weise die Problematik näher gebracht worden. „So hatte in einem Spiel beispielsweise jede Gruppe einen Eimer Müll vor sich liegen. Dieser sollte am Ende der Strecke in die richtige Tonne geworfen werden“, erläutert Kleinkopf. So habe man die richtige Mülltrennung vermitteln können. Die Idee sei ein voller Erfolg gewesen: 26 Kinder waren dabei, Höhepunkt am Ende waren die Siegerehrung und der Besuch des Bürgermeisters.

Mit Projekt Nummer zwei, der Renaturierung, sollen Flächen geschaffen werden, mit denen die Artenvielfalt gefördert werden kann. „Unsere Idee war es, auch hier wieder den sportlichen Aspekt mit einzubeziehen“, so die 24-jährige Initiatorin. Deshalb sei man auf die Idee gekommen, für jeden Quadratmeter Tartanbahn, den die Athleten im Stadion nutzen und so der Natur „genommen“ haben, einen Quadratmeter Wildblumenwiese zu pflanzen und somit diesen Teil der Natur wieder „zurückzugeben“. Vor zwei Wochen hätten deshalb einige Athleten damit begonnen, Flächen um die Sportstätte zu mähen und für die Saat im Herbst vorzubereiten.

2022 soll es blühen rund ums Satdion

Im kommenden Jahr soll es dann blühen rund ums Stadion – in Bereichen, in denen vorher Gestrüpp wucherte. Und noch weitere Projekte sollen folgen, kündigt Kleinkopf an. „Wir möchten inspirieren und unsere Mitmenschen dazu anregen, dem Klimawandel den Kampf anzusagen, die Umwelt zu schützen – und gemeinsam durch aktives Handeln eine positive Veränderung erzeugen“, sagt sie. Ein weiteres Ziel sei es, das Thema auch in den sportlichen Sektor auszuweiten. Vielleicht könne man andere Vereine zum Mitmachen inspirieren, und Nachhaltigkeit sowie Umweltschutz auch auf Landesebene, zum Beispiel im Badischen Leichtathletikverband, „als Thema mit Handlungsbedarf“ implementieren.

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Erstellt:
22. Juni 2021, 12:00 Uhr
Lesedauer:
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