Kliniken reagieren auf steigende Fallzahlen

Karlsruhe/Baden-Baden (nad) – Ab dem heutigen Freitag gilt im Klinikum Karlsruhe ein Besuchsverbot. Im Klinikum Mittelbaden dürfen Besucher derweil noch kommen, allerdings nur mit FFP2-Maske.

Das Klinikum Karlsruhe schließt seine Türen für Besucher. Das Klinikum Mittelbaden will diesen noch so lange Zugang gewähren, wie es irgendwie möglich ist. Symbolfoto: Bodo Schackow/dpa

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Das Klinikum Karlsruhe schließt seine Türen für Besucher. Das Klinikum Mittelbaden will diesen noch so lange Zugang gewähren, wie es irgendwie möglich ist. Symbolfoto: Bodo Schackow/dpa

Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen wird diese Maßnahme in Karlsruhe nun ergriffen, um Patienten und Mitarbeiter zu schützen, wie aus einer Pressemitteilung des Klinikums hervorgeht. „Wir sind uns bewusst, dass das für unsere Patienten und ihre Angehörigen ein drastischer Einschnitt ist“, wird Markus Heming, kaufmännischer Geschäftsführer, zitiert. Einige Ausnahmen werde es nur „in engem Rahmen“ und nach vorheriger Absprache geben, etwa für Eltern minderjähriger Kinder, Partner bei einer Geburt und bei Sterbenden.

Im KMB gilt FFP2-Maskenpflicht

Im Klinikum Mittelbaden (KMB) hingegen soll das Besuchsrecht „so lange wie möglich aufrechterhalten werden – auch wenn dafür strengere Einlassregeln vorgegeben werden müssen“, betont Pressesprecherin Sybille Müller-Zuber auf BT-Anfrage. Beispielsweise müssten alle Besucher ab 14 Jahren wieder FFP2-Masken während ihres Aufenthalts tragen. „Wir müssen täglich neu entscheiden und bereiten uns auf weitere Eskalationsstufen und das Erreichen der Kapazitätsgrenzen vor“, so Dr. Thomas Iber, medizinischer Geschäftsführer des KMB. Aktuell stünden nur noch geringe Intensivkapazitäten zur Verfügung – sowohl für nicht infizierte Patienten, etwa nach schweren Unfällen oder Tumoroperationen, als auch für Corona-Erkrankte, wie Müller-Zuber mitteilt. Operationen müssten teilweise bereits verschoben werden. Eine Umstrukturierung mit erneuter Einstellung des Regelbetriebs „rückt leider näher“.

In der Balger Klinik des KMB werden derzeit 31 Corona-Patienten behandelt; fünf davon erhalten eine intensivmedizinische Betreuung (Stand: Donnerstag). Circa 60 Prozent der Erkrankten seien ungeimpft. Bei den restlichen 40 Prozent handele es sich um Impfdurchbrüche, welche laut Müller-Zuber seit drei Wochen zunehmen. Das Durchschnittsalter der Covid-Patienten in Balg liegt bei 62 Jahren.

Ihr Autor

BT-Volontärin Natalie Dresler

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Erstellt:
19. November 2021, 07:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

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