Klinikum: Nur noch unaufschiebbare Operationen

Baden-Baden (BT) – Das Klinikum Mittelbaden (KMB) führt wegen der steigenden Corona-Infektionen nur noch unaufschiebbare Operationen durch und warnt: Omikron werde auch Junge in Kliniken zwingen.

Das Klinikum Mittelbaden (im Bild der Standort Balg) konzentriert sich auf die Intensiv- und Notfallversorgung. Foto: Florian Krekel/Archiv

Das Klinikum Mittelbaden (im Bild der Standort Balg) konzentriert sich auf die Intensiv- und Notfallversorgung. Foto: Florian Krekel/Archiv

Die vierte Corona-Welle hat auch das Klinikum Mittelbaden (KMB) fest im Griff. Wie das Klinikum am Donnerstag mitteilte, werden dort aktuell 54 Corona-Patienten behandelt, sechs von ihnen müssten intensivmedizinisch betreut werden. Planbare Operationen würden zugunsten der Intensiv- und Notfallversorgung deutlich zurückgefahren, hieß es. „Lediglich unaufschiebbare Operationen werden noch durchgeführt.“

Seit der ersten Corona-Welle verzeichnete das KMB fast 1.500 stationär behandelte Covid-Patienten und mehr als 250 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Besonders tragisch sei, dass sich unter den jüngsten Todesfällen Patienten befunden hätten, die „deutlich unter 50 Jahre alt waren und keinerlei Vorerkrankung hatten“.

Durchschnittsalter der Patienten gesunken

Thomas Iber, Medizinischer Geschäftsführer und Chefarzt der Anästhesiologie und Intensivmedizin in der Balger und Bühler Klinik, blickt mit Sorge auf die Omikron-Variante und deren schneller Verbreitung. „Die Verdopplungsgeschwindigkeit der Omikron-Variante liegt bei 2,5 Tagen. Außerdem wissen wir aus anderen Ländern wie zum Beispiel Großbritannien, dass ein hoher Anteil an Kindern und Jugendlichen, die mit der Omikron-Variante infiziert sind, im Krankenhaus behandelt werden müssen.“

Auch das Durchschnittsalter der aktuellen Covid-Patienten sei gesunken und liege jetzt bei knapp 62 Jahren. Nach wie vor sei ein hoher Anteil der schwer erkrankten Patienten ungeimpft. Bei den weniger schwer erkrankten Personen sei ein Viertel von Impfdurchbrüchen betroffen. Allerdings hatten sie alle laut KMB auch noch keine dritte Impfung (Booster) erhalten.

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Erstellt:
16. Dezember 2021, 15:31 Uhr
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