Knapp 1,4 Millionen Euro fürs Bühlertäler Feuerwehrgerätehaus

Bühlertal (sre) – Der Gemeinderat Bühlertal hat Aufträge für das neue Gerätehaus der Feuerwehr an Handwerksbetriebe vergeben.

Mehr Platz für die Feuerwehr: Schon nach den Sommerferien sollen die Arbeiten zur Erweiterung der Feuerwache starten. Foto: Reith

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Mehr Platz für die Feuerwehr: Schon nach den Sommerferien sollen die Arbeiten zur Erweiterung der Feuerwache starten. Foto: Reith

Mehrfach verschoben wurde in der Vergangenheit die Erweiterung des Bühlertäler Feuerwehrgerätehauses. Doch nun geht es Schlag auf Schlag: In der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend hat das Gremium der Auftragsvergabe an zahlreiche Handwerksbetriebe zugestimmt. Schon nach den Sommerferien sollen die Arbeiten starten.

Insgesamt 38 Firmen hatten Kostenvoranschläge abgegeben – das seien nicht besonders viele, erläuterte Bauamtsleiter Norbert Graf: Schließlich sind 15 unterschiedliche Gewerke beim Umbau erforderlich. Demnach gab es im Schnitt pro Bereich nur etwas mehr als zwei Angebote. Dennoch zeigte sich der Bauamtsleiter nicht unzufrieden: Zwar lagen die Preisvorstellungen einiger Firmen deutlich über der vorherigen Kostenschätzung der Verwaltung, in anderen Fällen hatte man aber sogar mit höheren Kosten gerechnet.

So liegt man mit knapp 1,4 Millionen Euro Gesamtkosten insgesamt nur etwa 50000 Euro über der ursprünglichen Kostenschätzung – und das, obwohl zwei zusätzliche Posten dazugekommen sind. Anders als ursprünglich geplant, soll im Erdgeschoss der Feuerwache ein barrierefreies WC eingerichtet werden, außerdem ist auf dem Bestandsgebäude eine zusätzliche Blitzanlage erforderlich.

Start soll nach den Sommerferien sein

Von den Gesamtkosten muss die Gemeinde einen Anteil von knapp 1,2 Millionen Euro schultern: Rund 81.000 Euro fließen an Zuwendungen aus dem Feuerwehrwesen, aus dem Ausgleichsstock des Regierungspräsidiums Karlsruhe werden weitere 126.000 Euro erwartet.

In der Sitzung ging es auch um die Möglichkeit, auf dem Dach des Gebäudes eine Photovoltaik-Anlage zu errichten. Einen entsprechenden Antrag hatte die CDU-Fraktion gestellt. Eine solche Anlage würde laut einem ersten Angebot rund 50.000 Euro kosten, berichtete der Bauamtsleiter. Man könne sie zudem direkt auf die Dachfläche legen und bräuchte keine zusätzlichen Aufbauten: „Die Neigung wäre optimal“, meinte Graf. Vor einer Abstimmung über diese zusätzliche Investition wolle man aber zunächst die technische Machbarkeit noch genauer prüfen.

Von der Aussicht auf eine zusätzliche Investition in dieser Höhe zeigte sich Volker Blum (CDU) in der Sitzung allerdings nicht begeistert. Die Anregung sei zwar aus den Reihen seiner Fraktion gekommen, meinte er. Wenn die Anlage allerdings noch einmal 50.000 Euro koste, müsse man sich sehr genau überlegen, ob man so viel Geld in die Hand nehme.

Starten sollen die Arbeiten am Feuerwehrgerätehaus bereits nach den Sommerferien, kündigte Bauamtsleiter Graf an. Ziel sei, dass bis Ende des Jahres der Rohbau stehe. Über die Wintermonate solle dann der Ausbau stattfinden. Bis zum Sommer 2021, so die Planung der Verwaltung, soll die Gesamtmaßnahme dann abgeschlossen sein.

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Erstellt:
30. Juli 2020, 11:00 Uhr
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