Knöllchenalarm nach Kulanzphase in Kuppenheim

Kuppenheim (sawe) – Trotz neuer Radschutzstreifen in der Murgtalstraße wird am Straßenrand geparkt: Das kann teuer werden: Die Stadt Kuppenheim hat nach einer Kulanzphase Kontrollen angekündigt.

Trotz Radschutzstreifen wird am Straßenrand der Murgtalstraße weiter geparkt. Die Stadt will zunächst Aufklärungsarbeit leisten, bevor  es an den Geldbeutel geht. Foto: Anne-Rose Gangl

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Trotz Radschutzstreifen wird am Straßenrand der Murgtalstraße weiter geparkt. Die Stadt will zunächst Aufklärungsarbeit leisten, bevor es an den Geldbeutel geht. Foto: Anne-Rose Gangl

Nicht nur auf der Friedrich-, sondern auch auf der Murgtalstraße in Kuppenheim sind teilweise neue Radschutzstreifen angebracht. Die frischen Markierungen scheinen allerdings noch nicht in das Bewusstsein aller Autofahrer gedrungen zu sein. Nur so lässt es sich erklären, dass vor allem in der Murgtalstraße weiter munter am Straßenrand – und damit auch auf den Radschutzstreifen – geparkt wird.

Zunächst „Aufklärungsarbeit“

Das soll sich nun allerdings bald ändern. Die Stadt Kuppenheim will zunächst „Aufklärungsarbeit betreiben“, wie Bürgermeister Karsten Mußler in der Gemeinderatssitzung am Montagabend kundtat, und darauf hinweisen, dass das Parken und Halten auf Radschutzstreifen nach der Straßenverkehrsordnung generell verboten ist. Nach einer Kulanzphase werde die neue Politesse aber „sehr enge Kontrollen ziehen“. Wer dann noch widerrechtlich auf Radschutzstreifen hält oder parkt, muss mit einem Knöllchen über mindestens 55 Euro rechnen, wie es im neuen Bußgeldkatalog vorgesehen ist. Bei Behinderungen beziehungsweise Gefährdungen können sogar 70 beziehungsweise 80 Euro fällig werden, teilt die Stadt mit. Übrigens kann auch das Befahren von Gehwegen mit einem Fahrrad mit 55 Euro geahndet werden, bisher waren es zehn.

Die Radschutzstreifen sind Teil der Radwegekonzeption für die Innenstadt, die der Gemeinderat im Oktober verabschiedet hatte. Sie wurden vom Landratsamt Rastatt wegen der Verkehrsstärken und der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometer zum Schutz der Radfahrer angeordnet und zwischenzeitlich auf die Fahrbahnen aufgebracht, so die Stadt abschließend.

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Erstellt:
24. November 2021, 13:30 Uhr
Lesedauer:
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