Kombibad soll schrumpfen

Von Egbert Mauderer

Rastatt (ema) – Die Verwaltung hat ihren Vorschlag für ein geschrumpftes Kombibad vorgelegt. Der Technische Ausschuss berät am Montag darüber.

Kombibad soll schrumpfen

Ein Ganzjahresbecken wie im Alohra will die Verwaltung verhindern – zu defizitär und klimaschädlich. Foto: av

Für die Ausstattung des künftigen Kombibads fällt am heutigen Montag die Vorentscheidung: Die Stadtverwaltung legt dem Technischen Ausschuss (Sitzungsbeginn: 17.30 Uhr) als Beschlussvorlage ein abgespecktes Konzept vor, wie es sich bereits im vergangenen Monat nach der Präsentation eines neuen Gutachtens abgezeichnet hat.Wie berichtet, sah sich die Verwaltung zum Einschreiten gezwungen, weil die Gewerbesteuereinnahmen eingebrochen sind. Würde man gemäß den aktuellen Beschlüssen vorgehen, würden die Kosten für das Kombibad bei einem Baubeginn im Jahr 2023 auf rund 50 Millionen Euro klettern. Zu viel, heißt es aus dem Rathaus. Die Verwaltung will nicht mehr als 40 Millionen Euro ausgeben (inklusive Risikopuffer und Baukostensteigerung) und schlägt vor, bisherige Beschlüsse aufzuheben. Sollten Technischer Ausschuss und Gemeinderat mitziehen, würde das das Aus für das Ganzjahresaußenbecken, die Sauna und die Fünf-Meter-Sprungturmanlage samt Kletterwand und Sprungbecken bedeuten.

Weitere Module zur Wahl

Umsetzen würde die Verwaltung das vom Gutachter Dietmar Altenburg vorgelegte „Bedarfskonzept“. In der Halle: 25-Meter-Becken mit 375 Quadratmetern Fläche und sechs Bahnen und Spingerbereich (ein und drei Meter), Lehrschwimmbecken (100 Quadratmeter), multifunktionales Kursbecken mit Hubboden in separater Badehalle (100 Quadratmeter), Kleinkindbecken (40 Quadratmeter), Getränkeautomat. Im Freien: Multifunktionsbecken mit vier 25-Meter-Bahnen (250 Quadratmeter), Erlebnisbereich (350 Quadratmeter), Kleinkindbecken (100 Quadratmeter) und ein Freibadkiosk.

Dieses „Grundangebot“ würde 36 Millionen Euro kosten. Als Ergänzung bringt die Verwaltung noch eine Rutsche (2,5 Millionen), eine Erweiterung des Freibads mit 50-Meter-Becken, Nichtschwimmer- und Kleinkindbereich (3,3 Millionen) sowie ganzjährige Gastronomie (1,3 Millionen) ins Gespräch. Ganz kritisch stehen die Planer einem Ganzjahresbecken gegenüber, wie es derzeit im Alohra besteht. Dieses Angebot verursache das größte Betriebskostendefizit und sei sehr klimaschädlich.

Die Stadtverwaltung sieht nun einen Vorschlag auf dem Tisch, der sich an der Größe Rastatts und an der Finanzierbarkeit orientiere und die Bäderstruktur im Umland berücksichtige. Nach der Beschlussfassung über das Bad-Konzept wollen die Stadtwerke so zügig wie möglich den europaweiten Architektenwettbewerb angehen.