Krawalle nach KSC-Spiel: Polizeihund beißt Fans

Karlsruhe (BT) – Nach dem Spiel des KSC gegen den FC Erzgebirge Aue ist es in Karlsruhe zu Ausschreitungen gekommen. Mindestens drei Fans wurden verletzt.

Weil die Fans aufeinander losgingen, setzte die Polizei einen Diensthund ein. Er biss drei Fans. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/Archiv

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Weil die Fans aufeinander losgingen, setzte die Polizei einen Diensthund ein. Er biss drei Fans. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/Archiv

Zunächst gab es laut der Polizei im Bereich des Adenauerrings gegen 16 Uhr Provokationen der Fanlager. Bis zu 40 Anhänger der Auer hatten sich auf dem Birkenparkplatz versammelt und wurden von einigen, offensichtlich alkoholisierten KSC-Fans provoziert. Die Auer wollten dann zu den KSC-Fans gelangen, wobei Einzelne versuchten, eine Kette aus Ordnungskräfte zu überwinden, die die Fanlager trennen sollte. Dabei wurde ein Diensthundeführer der Polizei aktiv, der an dieser Stelle postiert war. Sein Polizeihund verletzte drei Gästefans durch Bisse. Zwei der Betroffenen wurden vom Rettungsdienst versorgt, ein Dritter verschwand in der Menge. Zwei Gästeanhänger erstatteten gegen Ordnungskräfte Anzeige wegen Körperverletzung.

Bereits kurz nach Spielende war es unter einzelnen Fans zu drohenden Auseinandersetzungen gekommen. Es waren darüber hinaus laut der Polizei viele Verstöße gegen die Maskentragepflicht zu verzeichnen. Während des Spiels hielten sich von den rund 300 Gästefans nur wenige dahingehend an die Corona-Verordnung. Aufseiten der Heimanhänger wurden insbesondere in der Vorspielphase knapp 2.000 solcher Verstöße festgestellt, wohingegen sich die allermeisten nach Spielbeginn regelkonform verhielten und ihre Mund-Nasenschutz-Masken trugen, wie die Polizei bilanzierte.

Den Spielbericht können Sie hier lesen.

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Erstellt:
16. Oktober 2021, 22:13 Uhr
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ca. 1min 35sec

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