Kreisimpfzentren starten erst am 22. Januar

Stuttgart/Rastatt (fk) – Aufgrund der Engpässe bei der Impfstofflieferung starten die Kreisimpfzentren nicht wie vorgesehen am 15., sondern erst am 22 Januar. Termine gibt es frühestens ab 18. Januar.

Die Kreisimpfzentren in der Schwarzwaldhalle Bühl (Bild beim Aufbau) und im Kurhaus Baden-Baden werden ihren Dienst verspätet aufnehmen. Foto: Schäfer/Landratsamt Rastatt

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Die Kreisimpfzentren in der Schwarzwaldhalle Bühl (Bild beim Aufbau) und im Kurhaus Baden-Baden werden ihren Dienst verspätet aufnehmen. Foto: Schäfer/Landratsamt Rastatt

Der für 15. Januar geplante Impfstart in den Kreisimpfzentren (KIZ) wird verschoben – um eine Woche auf den 22. Januar. Das verkündete Landesgesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) am Donnerstag. In Mittelbaden betrifft diese Verschiebung die KIZ im Kurhaus in Baden-Baden und in der Schwarzwaldhalle in Bühl. Auswirkungen hat das auch auf die Terminvergabe für die KIZ. Sie ist dem Rastatter Landratsamt zufolge frühestens ab 18. Januar möglich, eventuell auch erst ab dem 19. Januar.

Lieferung am 18. Januar


Grund für die Verschiebung des Starttermins sind die Impfstofflieferungen vonseiten des Bundes. Sie erfolgen für Baden-Württemberg in den kommenden Wochen an zwei Terminen, wovon einer zu früh und einer zu spät für den ursprünglichen Impfstart in den KIZ am 15. Januar ist. Deshalb wird erst die zweite Lieferung, die auf 18. Januar terminiert ist, für die KIZ zur Verfügung stehen. Da dann noch ausgerechnet werden muss, für wie viele Impfungen die zugeteilten Mengen reichen, startet die Terminvergabe erst am 18. oder 19. Januar und der Impfbetrieb selbst erst am 22. Januar.

Die erste der beiden Lieferungen, die bereits an diesem Wochenende erfolgen soll, geht hingegen an die überregionalen, zentralen Impfzentren (ZIZ) wie Offenburg und Karlsruhe. Den Grund dafür erklärt Minister Lucha in einer schriftlichen Mitteilung: Es sei nicht möglich und auch nicht sinnvoll, diesen Impfstoff aus der ersten Lieferung eine Woche lang bis zum ursprünglich geplanten Start der Kreisimpfzentren zu bunkern. „Wir haben immer gesagt, jede Impfdosis, die hier ankommt, wird auch sofort verimpft“, so der Minister. Es mache daher keinen Sinn, die Infrastruktur der Kreisimpfzentren jetzt hochzufahren.

Land hat knapp 170.000 Impfdosen erhalten

Bisher hat das Land laut Mitteilung aus dem Stuttgarter Gesundheitsministerium knapp 170000 Impfdosen erhalten, die alle bereits verimpft oder verplant sind. In diesem Zusammenhang macht das Land klar, dass bereits vereinbarte Termine in den ZIZ ihre Gültigkeit behalten, da diese überregionalen Zentren weiter über Impfstoff verfügen. Die von den ZIZ betriebenen mobilen Impfteams werden deshalb auch in der kommenden Woche unterwegs sein. Allerdings nur – das machen sowohl das Land als auch untergeordnete Behörden klar – in Pflege- oder Seniorenheimen und ähnlichen stationären Einrichtungen. Menschen, die von Angehörigen zuhause gepflegt werden, werden nicht von den mobilen Impfteams versorgt – auch nicht nach dem 22. Januar, wenn zusätzlich mobile Teams von den KIZ unterwegs sein werden. So lauten die Vorgaben des Bundesimpfkonzeptes.
Die Terminvergabe für die Impfungen erfolgen auch in den KIZ Bühl und Baden-Baden nur im Internet unter www.impfterminservice.de/ impftermine oder telefonisch über die zentrale Nummer 116117, bei der mitunter allerdings mit beträchtlichen Wartezeiten zu rechnen ist. „Allerdings erst ab dem 18. oder 19. Januar“, betont Landkreispressesprecher Michael Janke mit Blick auf den Anmeldestart wiederholt.

Geimpft werden aktuell zunächst ausschließlich Menschen über 80 sowie besonders gefährdete Gruppen – etwa Krankenhauspersonal und ambulante Pflegekräfte. Die Behörden wiesen und weisen deshalb vorsorglich darauf hin, dass es zunächst Termine auch nur für diese Gruppen geben wird.

Viele Freiwillige

Für die freiwillige Mitarbeit in den Corona-Impfzentren in Baden-Württemberg haben sich landesweit unterdessen bislang über 10000 Bürger gemeldet. Das teilte das Regierungspräsidium Karlsruhe mit. Allein im Regierungsbezirk Karlsruhe wurden demnach bislang rund 2500 Meldungen von freiwilligen Helfern an die Impfzentren weitergeleitet. Die vier Regierungspräsidien im Land haben die Koordination der Meldungen übernommen und diese an die Betreiber der örtlich Impfzentren weitergeleitet. Weitere Freiwillige werden gebeten, sich über das Online-Formular auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe zu melden: www.rp-karlsruhe.de.


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