Kreisverwaltung in Schulen „am Anschlag“

Rastatt (as) – 15 Schulen betreibt der Landkreis Rastatt – und die kosten Geld. Über die für 2022 geplanten Budgets für Anschaffungen und Baumaßnahmen wurde der Schulausschuss jetzt informiert.

In der Anne-Frank-Schule will die Verwaltung den vierten Bauabschnitt der Generalsanierung angehen. Kosten: 1,1 Millionen Euro. Foto: Archiv

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In der Anne-Frank-Schule will die Verwaltung den vierten Bauabschnitt der Generalsanierung angehen. Kosten: 1,1 Millionen Euro. Foto: Archiv

Rund acht Millionen Euro, fast das gesamte Budget des Kreis-Finanzhaushalts, sind für Schulbauprojekte veranschlagt. Weitere 3,8 Millionen Euro entfallen auf die Gebäudeunterhaltung. Das Budget für den laufenden Schulbetrieb soll 2,6 Millionen Euro betragen.
Das letzte Wort dabei hat natürlich der Kreistag im Rahmen der noch anstehenden Haushaltsberatung.

Im Baubudget für die Schulen schlägt immer noch die Corona-Pandemie durch: Vier Millionen Euro werden in raumlufttechnische Anlagen investiert (drei Millionen Euro kommen vom Bund). Für jeweils 666.700 Euro werden je 15 bis 20 Klassenräume in Augusta-Sibylla-Schule und Pestalozzischule Rastatt , Astrid-Lindgren-Schule Iffezheim, Rheintalschule Bühl, Erich-Kästner-Schule Gaggenau und Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium Durmersheim nachgerüstet.

Schulen in die Jahre gekommen

Und das ist erst der Anfang. Für eine Gesamtausstattung der Schulen sind noch mal rund 4,7 Millionen Euro erforderlich, berichtete Kämmerer Burkhard Jung. Doch mehr als jetzt geplant, sei innerhalb eines Jahres nicht umzusetzen.

Überhaupt sei die Verwaltung mit den geplanten Projekten „am Anschlag“, so Jung. Denn die Kreisschulen sind in die Jahre gekommen, und so stehen 2022 erneut zahlreiche Hochbauprojekte an. Dickste Brocken sind die energetische Sanierung und Barrierefreiheit der Carl-Benz-Schule Gaggenau (2,2 Millionen Euro) und der vierte Bauabschnitt der Generalsanierung Anne-Frank-Schule Rastatt (1,1 Millionen). Letztere soll zudem für 87.000 Euro eine Photovoltaikanlage erhalten und die Müllcontainer werden eingezäunt (17.500 Euro). An der Gewerbeschule Bühl ist für 55.000 Euro die Kühlung des Verwaltungsbereichs vorgesehen, die Erich-Kästner-Schule Gaggenau erhält für 10.000 Euro eine Fahrradüberdachung. Mit Alarmierungseinrichtungen werden für 100.000 Euro das Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium Durmersheim und für 35.000 Euro die Astrid-Lindgren-Schule Iffezheim ausgestattet.

Vorbereitet wird mithilfe einer Planungsrate in Höhe von 250.000 Euro die Generalsanierung des Technischen Gymnasiums an der Josef-Durler-Schule Rastatt, dessen Schulhof zudem für 20.000 Euro wegen Vandalismus eingezäunt wird. Mit 150.000 Euro schlagen die Planungen für den Bau einer Außenstelle der Pestalozzischule auf dem Grundstück der Handelslehranstalt Rastatt zu Buche. Dazu kämen 180 Wartungsarbeiten, so Burkhard Jung.

Mit 2,6 Millionen Euro wird das Schulbudget für den laufenden Betrieb der 15 kreiseigenen Schulen 2022 auf dem Niveau der Vorjahre bleiben. Das liegt unter anderem an den um rund zehn Prozent auf 8.265 gesunkenen Schülerzahlen, erfuhr der Ausschuss. Mit dem Geld vom Landkreis bezahlen die Schulen beispielsweise Reparaturen, Anschaffungen, Leasing, Schulbücher, Lehr- und Lernmittel, Bürobedarf, Telefongebühren und Ähnliches.

Für die Breitbandanbindung erhalten die Bildungseinrichtungen im kommenden Jahr zudem zweckgebunden insgesamt 60.000 Euro. Weitere 1,8 Millionen Euro fließen für den IT-Ausbau aus dem Digitalpakt Schule des Bundes, wovon rund 750.000 Euro auf die strukturierte Verkabelung entfallen. Der Eigenanteil des Landkreises beträgt 350.000 Euro.


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