Kretschmann: Respekt für Eisenmann

Stuttgart (bjhw) – Das alte Landeskabinett wird verabschiedet. Dabei findet Ministerpräsident Kretschmann rührende Worte über die scheidende Kultusministerin Eisenmann.

Susanne Eisenmann kommt zur letzten Kabinettssitzung der Wahlperiode.     Foto: Bernd Weißbrod/dpa

© dpa

Susanne Eisenmann kommt zur letzten Kabinettssitzung der Wahlperiode. Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich vorzustellen, welchem Regierungsmitglied der Abschied besonders schwerfiel. Nach der letzten Kabinettssitzung im Stuttgarter Neuen Schloss hob Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hervor. Sie sei „freiwillig ausgeschieden, aber unter den Bedingungen einer verlorenen Landtagswahl.“ Was er auch zum Anlass nahm, seiner CDU-Herausforderin noch einmal als „geschätzter Kollegin“ zu danken. Er sei „sehr gut“ mit ihr ausgekommen, „das ist alles am Schluss in der Pandemie ein bisschen untergegangen“, sagte der Ministerpräsident weiter. In der nächsten Legislaturperiode könne auf ihrer Arbeit aufgebaut werden: Es gehe um Dinge, die „in der Konfliktorientierung unserer Gesellschaft untergehen, weil immer nur auf das geschaut werden, was nicht klappt“. Vieles habe aber funktioniert im Bildungsbereich, „und davor habe ich viel Respekt“.

Insgesamt fiel die Verabschiedung unter Corona-Bedingungen in den Augen des Regierungschefs „schmal und etwas bedrückend“ aus. Neben der Kultusministerin verlassen unter anderen Kretschmanns langjährige Weggefährten Edith Sitzmann (Finanzen), Franz Untersteller (Umwelt) und Staatsrätin Gisela Erler ihre Ämter. Deshalb will Kretschmann eine Veranstaltung nachschieben, irgendwann, wenn wieder gefeiert werden darf, und vielleicht sogar mit Eisenmann.

Zum Artikel

Erstellt:
4. Mai 2021, 16:18 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 35sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.