Kretschmann soll Spitzenkandidat werden

Reutlingen (bjhw) – Die Grünen in Baden-Württemberg wollen Ministerpräsident Winfried Kretschmann erneut zum Spitzenkandidaten küren. Dazu gibt es am Samstag und Sonntag einen digitalen Parteitag.

Soll als Spitzenkandidat in die Landtagswahl gehen: Winfried Kretschmann. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

© dpa

Soll als Spitzenkandidat in die Landtagswahl gehen: Winfried Kretschmann. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Ministerpräsident Winfried Kretschmann will Baden-Württemberg ins „Jahrzehnt der Entscheidungen“ führen. Der Landesparteitag, dem die Delegierten digital folgen, wird den 72-Jährigen zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 14.März küren. „In den kommenden zehn Jahren geht es um viel“, so Kretschmann in seiner Bewertung, in den Zwanzigern würden die Weichen für die Zukunft des Planeten, des Industriestandorts und der Demokratie gestellt.

Es gehe darum, „ob es uns gelingen wird, den Klimaerhitzung zu begrenzen und die Artenvielfalt zu bewahren, den wirtschaftlichen Strukturwandel zu gestalten und unseren Wohlstand und Arbeitsplätze zu sichern und unsere liberale Demokratie zu verteidigen und den Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken“. Kretschmann bietet seine Grünen an als Führung, die wisse, dass die Summe von Einzelinteressen nicht automatisch das Gesamtinteresse ergebe. Sich den Herausforderung zu stellen heiße, „Neues zu wagen, statt nur zu beklagen, was nicht funktioniert“.

Neue Finanzpolitik als Ziel

Zum Auftakt der Landesdelegiertenkonferenz, bei der nur Parteivorstand und Parteitagspräsidium sowie die Hauptakteure in Reutlingen physisch anwesend sind, werden die Landesvorsitzende Sandra Detzer und der Bundesvorsitzende Robert Habeck sprechen. Bis Sonntagnachmittag geben sich die Vertreter der Parteibasis Zeit, das Landtagswahlprogramm zu debattieren und zu verabschieden. Die Grünen wollen, unter vielem anderen, die Finanzpolitik des Landes grundsätzlich neu ausrichten und aus der bisher „schwarzen Null“ eine „grüne Null“ machen. So könnten Landesvermögen erhalten, notwendige Investitionen getätigt und zugleich auf ökologische Schulden verzichtet werden, heißt es im Entwurf des Wahlprogramms.

Ihr Autor

Von Brigitte J. Henkel-Waidhofer

Zum Artikel

Erstellt:
12. Dezember 2020, 08:40 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 45sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.