Kritik am Geläuf der Iffezheimer Rennbahn

Baden-Baden (kgö) – Die Zahlen beim Wettumsatz des Sales&Racing-Festivals auf der Iffezheimer Galopprennbahn waren erfreulich, Kritik gab es derweil erneut am Geläuf.

Der einzige Iffezheimer Sieger beim diesjährigen Sales&Racing-Festival gelang der Stute Burning Rose aus dem Stall von Manfred Weber. Foto: Klaus-Jörg Tuchel

© Klaus-Joerg Tuchel

Der einzige Iffezheimer Sieger beim diesjährigen Sales&Racing-Festival gelang der Stute Burning Rose aus dem Stall von Manfred Weber. Foto: Klaus-Jörg Tuchel

„Wir sind ja alle froh, dass in Iffezheim wieder Rennen stattfinden. Die Stimmung war prima und die Mehrzahl der Rennen gut besetzt,“ sagt Christian von der Recke. Recke ist Vertreter des Trainer- und Jockey-Verbands im Dachverband Deutscher Galopp. Von Kindesbeinen an verfolgt er die Veranstaltungen auf Deutschlands führender Galopprennbahn. Von ihm ist man Klartext gewohnt. „Etliche Details müssen dringend nachjustiert werden. Vor allem die Qualität des Geläufs“, sagte er diesmal – und meinte damit, dass die Jockeys mit ihren Pferden alle versuchen, an die Außenseite der Bahn zu gelangen, weil der Boden an der Innenseite und in der Mitte nicht in Ordnung ist. „Alle drängen an die Außenseite und reiten sich gegenseitig um. Das kann es nicht sein. Das muss zum Frühjahrs-Meeting besser werden“ forderte von der Recke.

Hoher Umsatz auf der Bahn

Trotz dieser Kritik war das erste Sales & Racing-Festival unter der Regie der Mannheimer Macher Peter Gaul und Stephan Buchner ein Erfolg. Das betrifft vor allem den existenziell wichtigen Wettumsatz von insgesamt 815.122 Euro in den 17 Rennen. Besonders erfreulich war dabei der hohe Anteil der Umsätze auf der Bahn von 397.943,25 Euro, also knapp 50 Prozent. Die Rendite von den Umsätzen betrug insgesamt etwa 160.000 Euro. Da offenbar alle Rennen einen Sponsor hatten, dürfte das Meeting nicht im Bereich der roten Zahlen gelandet sein. Allerdings bediente man sich beim Preis der Winterkönigin bei einem Partner aus den eigenen Reihen des Turfs, wie schon beim Großen Preis von Baden. Für die Zukunft könnte deshalb das Rollenspiel des Fördervereins Baden Galopp Iffezheim mit Peter Werler und Martin Kronimus an der Spitze für den Fortbestand der Rennen immer wichtiger werden.

Wie erfreulich die Zahlen des Wettbetriebs waren, dokumentiert der Vergleich zu 2020. Da gab es einen Gesamtumsatz von nur 573.054 Euro. Davon in 13 Rennen in der Pandemie-Zeit auf fast leerer Bahn nur 86.892 Euro. Es war das letzte Meeting von Baden Racing. Ein Erbe davon ist auch das für eine Rennbahn elementare Geläuf.

Jackpot in der Viererwette

In den beiden Europa-Gruppe-Rennen des Sonntags trat kein Ausländer an. In der Baden-Württemberg-Trophy reduzierte sich das Feld auf sechs Starter, drei davon sattelte Trainer Peter Schiergen. Dazu Christian von der Recke: „Man muss prüfen, ob das Rennen in dieser Form wirklich zum richtigen Zeitpunkt gelaufen wurde.“

Gut besetzt waren vor allem die normalen Rennen und das mit 200.000 Euro dotierte BBAG-Auktionsrennen. Im letzten Rennen des Meetings gewann der in der Slowakei trainierte Außenseiter Natty’s Star. Die Viererwette wurde nicht getroffen, der Jackpot von 15.144,62 Euro wird beim Frühjahrs-Meeting 2022 ausgespielt.

Einziger Iffezheimer Sieger blieb die Stute Burning Rose aus dem Stall von Manfred Weber. Es war der fünfte Jahressieg des gebürtigen Saarländers, der mit seinen 14 Pferden ein besonders vielseitiges Training bevorzugt. Vier der Siege schaffte allein der Wallach Taurus.


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