Kulturerbe in Herrenwies neu entdecken

Forbach (mhr) – An der Alten Kirche Herrenwies wurden Infotafeln mit kulturgeschichtlichem Inhalt vorgestellt. Ermöglicht wurde das Kleinprojekt durch das Förderprogramm Leader.

Die am Projekt Beteiligten mit Dr. Antje Wurz (Leader, Dritte von rechts) und Hansjörg Willig (Vorsitzender Kulturerbe Schwarzwaldhochstraße, Zweiter von rechts). Foto: Margrit Haller-Reif

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Die am Projekt Beteiligten mit Dr. Antje Wurz (Leader, Dritte von rechts) und Hansjörg Willig (Vorsitzender Kulturerbe Schwarzwaldhochstraße, Zweiter von rechts). Foto: Margrit Haller-Reif

Trotz Nieselregens offenbarte die Einweihung einer „kleinen, aber feinen Außenausstellung“ mit kulturgeschichtlichen Infotafeln an der Alten Kirche Herrenwies vor allem eines: Hier lässt sich ein Stück Kulturerbe neu entdecken dank des unermüdlichen Engagements des Vereins „Kulturerbe Schwarzwaldhochstraße“ und nicht zuletzt durch die Bezuschussung dieses zweiteiligen Kleinprojektes durch das europäische Förderprogramm Leader.

„Wir stehen hier vor einem sehr schönen gemeinsamen Ergebnis“, so Hansjörg Willig, der Vorsitzende des Vereins, bei seiner Begrüßung. „Und wir sind froh, hier zu stehen und dieses Leader-Projekt zur Geschichte von Herrenwies präsentieren zu können.“

Fünf wetterfeste, zweisprachige Tafeln informieren über kulturgeschichtliche Herrenwieser Themen wie Glashütte, Kirchen- und Schulgeschichte und Auswanderung sowie über den Verein. In akribischer Detailarbeit und anhand eingehender Recherchen haben Vereinsmitglieder die Info-Tafelinhalte erstellt: Waldtraud Dietrich (Texte Kirchen- und Schulgeschichte), Wolfgang Herzog (Text Geschichte Auswanderung aus den Waldkolonien Hundsbach und Herrenwies im 19. Jahrhundert), Thomas Fahr (Text Geschichte Glashütte Herrenwies).

Bürgerliches Engagement

Für die ebenfalls bezuschusste Neugestaltung der Vereinshomepage (www.kulturerbe-schwarzwaldhochstrasse.de) sind maßgeblich Helga Dietrich (Website-AG) und Hermann Müller (Website-AG) verantwortlich. Hansjörg Willigs Dank, einhergehend mit der Übergabe eines kleinen flüssigen Präsents an alle am Projekt Beteiligten, galt ebenso Klaus Braun und Hans Lemcke, einem in allen Belangen zuverlässigen und treuen Helfertandem.

Auf den Aspekt bürgerschaftlichen Engagements seitens des Vereins und seiner Mitglieder verwies auch Dr. Antje Wurz, die Geschäftsführerin der Leader-Aktionsgruppe Regionalentwicklung Mittelbaden Schwarzwaldhochstraße: „Das Projekt und das Engagement des Vereins insgesamt sind beispielhaft für den Leader-Prozess und die geförderten Projekte.“ Hier bestimmten die Menschen vor Ort selbst, welches die wichtigsten Themen und Herausforderungen der kommenden Jahre seien. Denn: „Der Kulturbereich im ländlichen Raum lebt in hohem Maße von bürgerschaftlichen Initiativen wie dieser hier.“ Bei überschaubaren Kosten von rund 8.700 Euro aufgrund der zusätzlich geleisteten ehrenamtlichen Arbeit habe die Leader-Aktionsgruppe Mittelbaden gerne die Förderzusage über 6.000 Euro für dieses „tolle geschichtliche Projekt“ erteilt.

Sei doch die Reaktivierung des Tourismus rund um die Schwarzwaldhochstraße und der Erhalt der Kulturgüter in diesem Bereich als Schwerpunktthema in das regionale Entwicklungskonzept eingeflossen. Das wiederum habe sich gleichzeitig in der Leaderkulisse Mittelbaden Schwarzwaldhochstraße dauerhaft niedergeschlagen. Mit Blick auf zwischenzeitlich konkretisierte Pläne zum „Alten Rossstall“ in Herrenwies als kleinem Infozentrum des Nationalparks sieht Antje Wurz die Außenausstellung als wichtigen Bestandteil der Geschichte der einstigen Waldkolonie Herrenwies. Es sei damit zu rechnen, dass dadurch in den nächsten Jahren mehr Besucher dem Kulturerbe von Herrenwies ihre Beachtung schenken.

Ihr Autor

Margit Haller-Reif

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Erstellt:
16. November 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 15sec

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