Kunst und Kultur für Nachtschwärmer

Karlsruhe (kie) – Die Karlsruher Museumsnacht findet in diesem Jahr nach coronabedingter Pause wieder statt. Insgesamt zehn Kultureinrichtungen öffnen am 7. August am Abend ihre Türen für Besucher.

Auch das Naturkundemuseum beteiligt sich an der Kamuna: In einer Sonderausstellung zeigt es die Siegerbilder des Glanzlichter-Naturfotowettbewerbs. Foto: Jan Piecha

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Auch das Naturkundemuseum beteiligt sich an der Kamuna: In einer Sonderausstellung zeigt es die Siegerbilder des Glanzlichter-Naturfotowettbewerbs. Foto: Jan Piecha

Im vergangenen Jahr musste sie entfallen, dieses Jahr wird die Karlsruher Museumsnacht (Kamuna) stattfinden – zwar in eingeschränkter Form und unter Einhaltung der Hygienevorschriften, aber immerhin: Zehn Kultureinrichtungen öffnen am 7. August zwischen 18 und 24 Uhr unter dem diesjährigen Motto „Natürlich Kultur“ ihre Pforten für kulturinteressierte Nachtschwärmer.

Wie in den vergangenen Jahren werden nicht nur große Museen dabei sein, sondern etwa auch das Generallandesarchiv, der Badische Kunstverein oder das privat geführte Verkehrsmuseum. Doch Corona sorgt immer noch für Einschränkungen: So werden sich in diesem Jahr weniger Kunsteinrichtungen als bisher an der Kamuna beteiligen. Die Staatliche Kunsthalle oder die Erinnerungsstätte Ständehaus und Stadtbibliothek sind etwa nicht vertreten. Auch auf ein großes Programm wird in diesem Jahr laut Mitteilung der Karlsruher Tourismus GmbH verzichtet.

Seit 1999 findet die Museumsnacht statt, in diesem Jahr demnach zum 22. Mal. Laut Mitteilung werden unterschiedliche Perspektiven auf aktuelle und zukünftige gesellschaftliche Fragen eröffnet und Raum geschaffen für vielfältige Auseinandersetzungen damit.

So ist im Badischen Kunstverein unter anderem die Ausstellung „Dinge, die wir voneinander ahnen“ mit Werken von 21 europäischen Künstlern zu sehen. Das Badische Landesmuseum geht innovative Wege und zeigt in seiner „Expothek“ – einer Theke, an der das Museumspersonal einzelne Stücke außerhalb der Vitrinen präsentiert – originale Steinzeit-Objekte. Mit anderen Exponaten kann nach dem Tinder-Prinzip gechattet werden; auch ein Museumsroboter kommt zum Einsatz.

Im Stadtmuseum sind mit „Gurs 1940. Die Deportation und Ermordung von südwestdeutschen Jüdinnen und Juden“ und „Mari Parmissi. Unsere Geschichte“, einer Wanderausstellung des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma, zwei Sonderausstellungen zu sehen. Die Städtische Galerie widmet sich in einer Sonderschau dem künstlerischen Erbe von jüdischen Bürgern der Fächerstadt. Werke verschiedener Künstlergenerationen der Karlsruher Kunstakademie werden zudem präsentiert. Das ZKM zeigt in mehreren Ausstellungen Medienkunstwerke zu aktuellen Fragestellungen und Problemen wie etwa dem Klimawandel oder dem Schutz persönlicher Daten im Internet.

Ein ausführliches Programm ist im Internet (hier) zu finden.


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