Kunstprojekt mit Schuhschachteln in Gaggenau

Gaggenau (stn) – „Wie ich mir die Kirche wünsche.“ Unter diesem Motto haben Konfirmanden der Markuskirche Gaggenau in Schuhschachteln ihren Traum von Kirche dargestellt.

Viel Zeit und tolle Ideen stecken hinter dieser Aktion, die zeigen soll, wie sich die Konfirmanden die Kirche wünschen und wahrnehmen. Foto: Hartmut Friedrich

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Viel Zeit und tolle Ideen stecken hinter dieser Aktion, die zeigen soll, wie sich die Konfirmanden die Kirche wünschen und wahrnehmen. Foto: Hartmut Friedrich

Wie kann man in Zeiten von Corona – ohne Konfirmandenunterricht vor Ort – ein Gemeinschaftsprodukt auf die Beine stellen, ohne sich als Gruppe zu treffen? Diese Frage haben sich die Konfirmanden der evangelischen Markuskirche gestellt – und schnell eine Antwort parat gehabt. Mit mehreren leeren Schuhschachteln, diversen Bastelmaterialien und viel Kreativität haben sie – jeder für sich alleine und zu Hause – 28 Kunstwerke entworfen, die bildlich zeigen sollen, wie sich die Konfirmanden die Kirche wünschen.

„Einige haben kleine Kirchenräume realistisch dargestellt, andere haben mit Symbolen oder auch mit Worten gearbeitet“, erläutert Pfarrerin Nicola Friedrich. So zeigt ein Karton etwa die Abbildung einer Stofftasche und den Satz: „So soll Kirche sein: bunt, offen und man soll gespannt darauf sein, was drin ist, wenn man rein guckt.“ In einer anderen Schachtel sieht man eine der Konfirmandinnen als sitzende Pappfigur, deren Beine von der Kante baumeln, sowie an Fäden hängende Gedankenblasen, auf denen geschrieben steht: „Kirche ist ein Ort, an dem mir alle zuhören, ein Ort, an dem ich mich nicht schämen muss.“ Auf einem dritten Karton ist der Psalm „Von allen Seiten umgibst du mich, und hältst deine Hand über mir“ angebracht, zwei Kartons sind sogar mit Batterien ausgestattet und leuchten.

Konfirmanden haben bei Gestaltung Freiheit genutzt

„Die Konfirmanden waren in ihrer Gestaltung vollkommen frei“, betont Friedrich, „und diese Freiheit haben sie genutzt.“ Von deren Kreativität und dem Ergebnis der Gruppenarbeit ist Friedrich beeindruckt. „Dahinter stecken viele tolle Ideen. Die Kirche ist für sie ein positiver Ort. Das hat mich sehr berührt. Ich bin auch berührt von der Zeit, die sie da reingesteckt haben.“

Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 14. Februar, jeden Tag von 10 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit in der Markuskirche zu besichtigen. Doch auch wenn die Ausstellung für die Öffentlichkeit dann nicht mehr zugänglich ist, werden die gebastelten Schuhkartons bis zur Konfirmation in der Kirche aufbewahrt. „Dann kann man schauen, was aus den Wünschen der Konfirmanden geworden ist“, meint Friedrich.

Ihr Autor

BT-Volontärin Nora Strupp

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Erstellt:
7. Februar 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 03sec

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