Kunstrasen des TSV Loffenau wird saniert

Loffenau (stj) – Schon lange wartet der TSV Loffenau auf die Sanierung seines in die Jahre gekommenen Fußballplatzes. Am Dienstag vergab der Gemeinderat einstimmig den entsprechenden Planungsauftrag.

Seit Jahren ist der Kunstrasen in Loffenau stark beansprucht: Unsere Szene zeigt die U 11-Partie zwischen dem FV Hörden und dem Offenburger FV beim EnBW-Cup 2015. Foto: BT-Archiv

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Seit Jahren ist der Kunstrasen in Loffenau stark beansprucht: Unsere Szene zeigt die U 11-Partie zwischen dem FV Hörden und dem Offenburger FV beim EnBW-Cup 2015. Foto: BT-Archiv

Zum Zug kommt das Büro Pätzold und Snowadsky (Osnabrück), das bereits den Umbau des Platzes im Jahr 2006 betreut hat, als die Umrüstung von einem Tennen- und auf einen Kunstrasenbelag erfolgte. Letzterer war mit einer Nutzungsdauer von rund 15 Jahren angegeben, die nun abgelaufen sind. Allerdings gab Bürgermeister Markus Burger zu bedenken, dass die Haltbarkeit auch davon abhänge, wie stark der Platz bespielt wird. „Weil uns die Ausweichmöglichkeit fehlt, ist der Platz immer sehr stark beansprucht“, erläuterte der Schultes, der selbst beim TSV als Fußballer aktiv war. Zudem verwies Burger auf die Granulatproblematik, die zuletzt zugenommen habe, gerade im Blick auf die Verklumpung. Kurz um: Man komme jetzt nicht mehr um eine umfassende Sanierung herum.

Das sahen auch die Mandatsträger im Gemeinderat so. Sie konnten sich mit der erst kurz vor der Sitzung fertig gewordenen Beschlussvorlage anfreunden. Bertram Herb (CDU) fragte sich allerdings, warum eine Ausführungsplanung im Leistungsverzeichnis auftaucht. Eine solche werde in der Praxis häufig als nicht notwendig erachtet, zumal es sich beim Vorhaben in Loffenau nicht um einen Neubau, sondern um eine Sanierung handele. „Ich bin der Meinung, das können wir uns sparen“, betonte Herb. Daraufhin wurde der Beschlussantrag entsprechend umformuliert.

„Der Platz ist am Ende seiner Nutzungsdauer anbelangt“

Als der Loffenauer Sportplatz 2006, im Jahr des Sommermärchens Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland, umgestaltet wurde, entstand zusätzlich ein kleiner Trainingsplatz. Dieser war bereits 2019 in einem solch abgespielten Zustand, dass er Ende des Jahres saniert werden musste. Dies geschah größtenteils in Eigenregie, erinnerte der Bürgermeister.

Das sei bei dem etwa siebenmal so großen Kunstrasen, dessen Zustand sich trotz regelmäßiger Pflege in den zurückliegenden Jahren rapide verschlechtert habe, aber nicht machbar. „Der Platz ist am Ende seiner Nutzungsdauer anbelangt“, betonte der Bürgermeister.

Die Verwaltung hatte bereits Ende 2020 einen Antrag auf Förderung für Sportstättenbau beim Land Baden-Württemberg gestellt und bei Investitionskosten von 260.000 Euro brutto eine 30-Prozent-Förderung (78.000 Euro) bewilligt bekommen. Inzwischen sind drei Angebote für die Planungsleistungen eingeholt worden. Das Büro Pätzold und Snowadsky war mit knapp 21.500 Euro zwar nicht das günstigste, wurde aber dennoch favorisiert, weil es als einziges über Detail-Kenntnisse aus dem Umbau vor 15 Jahren verfüge. „Wir gehen deshalb davon aus, dass es am Ende die wirtschaftlichere Lösung ist“, so Burger.

Kalkulierte Gesamtkosten: Rund 260.000 Euro

Vorgesehen ist, sofort mit den Planungen zu beginnen und die Auftragsvergabe Ende 2021 / Anfang 2022 vorzunehmen, damit die Sanierung im Frühjahr 2022 erfolgen kann. Mit diesem Zeitplan umgehe man die Umsetzung im Sommer, wenn die Auftragsbücher der Kunstrasenfirmen voll seien, erläuterte Burger. Man hoffe zudem, das Projekt so günstiger über die Bühne bringen zu können. Die 260.000 Euro Gesamtkosten für die Sanierung seien eher hoch kalkuliert, sagte der Bürgermeister abschließend.


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