Kuppenheim: Sanierung der Ortsdurchfahrt im Mai

Kuppenheim (ar) – Es ist lange geplant, am 25. Mai soll nun begonnen werden: Dann startet die Sanierung der Ortsdurchfahrt L67 in Kuppenheim. Das soll auch Verbesserungen für Radfahrer bringen.

Herzstück des ersten Sanierungsabschnitts ist die für Radfahrer gefährliche Situation am Bahnübergang und Einmündungsbereich in die K3713. Foto: Anne-Rose Gangl

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Herzstück des ersten Sanierungsabschnitts ist die für Radfahrer gefährliche Situation am Bahnübergang und Einmündungsbereich in die K3713. Foto: Anne-Rose Gangl

Schon lange spricht man in Kuppenheim über sichere Radwegeverbindungen und eine Sanierung der Ortsdurchfahrt L67 ab dem Verkehrsknotenpunkt Fritz-Minhardt-Straße im Norden bis zum Friedhof im Süden. Am 25. Mai startet nun der erste Abschnitt zwischen der Fritz-Minhardt-Straße und der Wilhelmstraße in der Ortsmitte.

Jürgen Genthner, leitender Baudirektor am Regierungspräsidium Karlsruhe, stellte die Pläne in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor. Intensiv hatten im vergangenen Jahr das Bauamt, die Straßenverkehrsbehörde und das Planungsbüro Infra Plan aus Keltern eine Studie für eine Radwegekonzeption für die Innenstadt erarbeitet. Hieraus entstand die Idee, entlang der Friedrichstraße und der Murgtalstraße ab den Ortseingängen bis zum Beginn der Tempo-30-Bereiche beidseitig Fahrradschutzstreifen einzurichten. Diese sollen nun in Verbindung mit der Sanierung der Kuppenheimer Ortsdurchfahrt L67 realisiert werden. Wie Jürgen Genthner erklärte, sei der Zustand der hochbelasteten Straße als sanierungsbedürftig bewertet worden, da an mehreren Stellen Risse und Spurrinnen sowie entwässerungsschwache Zonen festgestellt worden seien.

Interesse an Umgestaltung ist groß

Der jetzt in einem ersten Schritt in Angriff genommene Streckenabschnitt hat eine Länge von rund einem Kilometer und soll in enger Abstimmung mit der Stadt, aber auch mit den Einzelhändlern, Gastronomiebetrieben und Anwohnern realisiert werden. Bereits in der Ratssitzung zeigten viele Bürger durch ihre Anwesenheit Interesse an der geplanten Baumaßnahme im Herzen der Stadt, die voraussichtlich im November 2021 beendet sein wird. Die Fahrradschutzstreifen sollen je nach Wetterlage im April 2022 aufgetragen werden.

Die Kosten für den ersten Abschnitt werden auf rund zwei Millionen Euro geschätzt, von denen die Stadt Kuppenheim für Radweg, Bordsteine, Pflaster und Schachtabdeckungen rund 50.000 Euro zu zahlen hat. Der zweite Sanierungsabschnitt der Friedrichstraße zwischen Friedhof und Ringstraße ist für 2022 im Programm.

Teilweise sind Vollsperrungen nötig

Wie Stephan Klotz vom beauftragten Ingenieurbüro informierte, beginnen die Arbeiten, die in sieben Hauptbauphasen unterteilt sind, im Bereich der Wilhelmstraße bis zum Mühlkanal. Entsprechend den Bauphasen wird es Vollsperrungen für den Durchgangsverkehr geben, da die Fahrbahn grundhaft erneuert und teilweise bis zu einer Tiefe von 85 Zentimetern ausgetauscht werden muss. Eine Umleitungsstrecke über die L77 und B462 werde ausgewiesen. Wie Genthner anmerkte, sollten die Arbeiten für das E-Way-Projekt auf der B462 bis Mai abgeschlossen sein.

Herzstück des ersten Sanierungsabschnitts ist die für Radfahrer gefährliche Situation am Bahnübergang und Einmündungsbereich in die K3713. Zum Schutz der Radfahrer sollen zwei Fahrbahnteiler mit Überquerungshilfen gebaut und das Radwegenetz neu geordnet werden.

Mehr Sicherheit und weniger Lärm als Ziele

Hierfür soll die Fahrbahn beim Bahnübergang Richtung Kuppenheim um einen Meter verbreitert werden, um den bestehenden Radweg in Richtung Innenstadt auf einen Radschutzstreifen ausleiten zu können. Der bereits bestehende Radweg an der K3717 von Bischweier kommend soll verlängert werden bis zum sicheren Übergang vor der Zufahrt zum Gewerbegebiet.

„Es ist kein einfaches Unterfangen, aber eine dringend erforderliche Maßnahme, um mehr Verkehrssicherheit und weniger Lärm für die Anwohner zu erhalten“, sagte Bürgermeister Karsten Mußler, der von einer guten Vorbereitung sprach. Wie Stephan Klotz informierte, sollen die Gehwege weiterhin passierbar und die Grundstückszufahrten nach Absprache mit der Baufirma zugänglich sein. Auch für eine problemlose Müllabfuhr sei gesorgt, betonte Klotz.

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Anne-Rose Gangl

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Erstellt:
17. März 2021, 09:33 Uhr
Lesedauer:
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