Kuppenheimer Pfarrer Honé im Ruhestand

Kuppenheim (mak) – Bereits Mitte September hat sich der Kuppenheimer Pfarrer Markus Honé ohne große Abschiedsworte in den Ruhestand verabschiedet. Die Suche nach einem Nachfolger ist bereits im Gange.

Still und heimlich in den Ruhestand gegangen: Pfarrer Markus Honé. Foto: Markus Koch

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Still und heimlich in den Ruhestand gegangen: Pfarrer Markus Honé. Foto: Markus Koch

Ohne offizielle Verabschiedung ist der Kuppenheimer Pfarrer Markus Honé Mitte September in Ruhestand gegangen. Bei seinem letzten Gottesdienst am Titularfest in Oberndorf am 13. September verabschiedete er sich von den Gläubigen. Dekan Josef Rösch übernimmt nun bis auf Weiteres die Vakanz-Vertretung – und dies könnte unter Umständen recht lange dauern.

„Markus Honé hat keinen Rummel um seine Person gemacht, er wollte das nicht“, meint Pfarrer Martin Sauer, der als Kooperator in der Kirchengemeinde Vorderes Murgtal fungiert. Es habe keinerlei Abschied gegeben, auch nicht mit den Mitarbeitern, erklärt Sauer auf Anfrage des Badischen Tagblatts. In seinen Abschiedsworten in Oberndorf habe er dankbar auf seine Zeit in Kuppenheim zurückgeblickt, die Anfang 2015 begonnen hatte.

Die Lücke, die sich nun durch Honés Ruhestand auftut, bedeutet für Sauer, dass er mehr Taufen und Trauungen vornehmen müsse als bislang. Aufgrund der Corona-Pandemie sei es zu einem „Stau“ bei den Taufen gekommen. Früher habe es teilweise an manchen Sonntagen bis zu vier Taufen gleichzeitig gegeben, was nun nicht möglich sei. Im Hinblick auf die Gottesdienste, die er zu halten hat, meint Sauer: „Einen Gottesdienst am Samstagabend und zwei am Sonntag, mehr geht nicht.“

Laut Dekan Rösch hat Markus Honé schon lange geplant, mit 65 Jahren in den Ruhestand zu gehen, und sei auch offen damit umgegangen. „Er sah für sich die Zeit gekommen, die Leitung und Seelsorge einer großen Seelsorgeeinheit abzugeben“, fügt er hinzu. Das offizielle Pensionsalter für katholische Pfarrer liegt bei 70 Jahren, doch es gebe auch Kollegen, die bereits mit 60 in Ruhestand gingen und wiederum andere, die noch bis 75 ihren Dienst tun, so Rösch weiter.

Suche nach neuem Pfarrer läuft intensiv

Der Dekan muss sich nun in die administrative Leitung der Kirchengemeinde Vorderes Murgtal mit ihren rund 12.000 Gläubigen einarbeiten und viele Aufgaben im Bereich Planung und Organisation erledigen. Termine mit dem Stiftungsrat kommen hinzu sowie Besprechungen in Bau- und Personalangelegenheiten. „Das Seelsorgeteam, Pfarrgemeinderäte und der Stiftungsrat sind aktuell noch stärker gefordert und geben ihr Bestes. Manche Aufgaben werden auch eine Zeit lang brach liegen“, meint Rösch. Lücken im Gottesdienstplan ließen sich nicht vermeiden und auch im Hinblick auf die seelsorgerliche Arbeit wird es in den nächsten Monaten voraussichtlich einige Abstriche geben.

Die Suche nach einem neuen Pfarrer für die Kirchengemeinde Vorderes Murgtal laufe schon seit einigen Monaten intensiv, da die Stelle wieder besetzt werden soll. „Der starke Priestermangel und etliche andere unbesetzte Stellen machen die Suche nicht gerade einfach“, räumt Rösch ein. Er rechnet damit, dass es noch einige Monate dauern wird, vermutlich „deutlich bis ins nächste Jahr“, bevor ein geeigneter Pfarrer seinen Dienst antreten könne.

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Erstellt:
6. Oktober 2020, 14:00 Uhr
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