La Salette: Musikalische Andacht zu Ehren Marias

Bühl (cid) – Aus Ave-Maria-Vertonungen bestand die „musikalische Andacht“ an der Mariengedenkstätte in Altschweier. Sopranistin Ingrid Fraunholz wurde von Bernhard Löffler (Orgel) begleitet.

Akteure und Besucher trotzen dem Regen und genießen die „musikalische Andacht“ bei der Mariengedenkstätte „La Salette“.  Fotos: Christel Dietmeier

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Akteure und Besucher trotzen dem Regen und genießen die „musikalische Andacht“ bei der Mariengedenkstätte „La Salette“. Fotos: Christel Dietmeier

Die Mariengedenkstätte „La Salette“ in einer Naturnische des Altschweierer Sternenbergs war der optimal gewählte Ort für eine ganz besondere „musikalische Andacht“ am Festtag Mariä Himmelfahrt. Die Pfarrgemeinde St. Gallus mit ihrem Gemeindeteam hatte eingeladen, die Besucher kamen zahlreich und erlebten mit Bernhard Löffler an seiner Truhenorgel und Sopranistin Ingrid Fraunholz eine Sternstunde wunderbaren Orgelspiels und ergreifenden Gesangs in der Natur, empfunden als wohltuender Balsam für Seele und Geist.
Diakon Georg Beier begleitete die Andacht mit Gedanken und Gebeten, öffnete den Gottesdienstbesuchern „mit Maria den Blick für die kranke Schöpfung, aber auch für die Schönheit der Schöpfung“. Maria werde in Gebeten und Liedern mit Bildern aus der Natur verglichen – und dies findet seinen Höhepunkt am 15. August, an „Maria Aufnahme in den Himmel“ mit der Segnung der Kräuter.

Mit spürbarer Hingabe sang Ingrid Fraunholz Ave-Maria-Vertonungen von Jakob Arcadelt, Georg Friedrich Händel, Bach/Gounod und Franz Schubert, sie wurde von Bernhard Löffler mit virtuosem Orgelspiel einfühlsam bis temperamentvoll begleitet. Andächtige Stille lag über dem Marienkleinod am Sternenberg, selbst die Vögel blieben stumm und lauschten der wunderbaren Symbiose aus Orgelklängen und Gesang. Im Wechsel von Gesang und Orgel interpretierten die Künstler den Lobgesang Marias „Magnificat sexti toni“ von Johann Speth.

Heranziehende dunkle Wolken, leichtes Donnergrollen und die ersten Regentropfen ließen die Blicke mit so manchem Stoßgebet zum Himmel schweifen nach dem Motto „Petrus, hab’ ein Einsehen mit unserer musikalischen Andacht.“ Der befürchtete heftige Wolkenbruch mit Gewitter blieb zwar aus, doch es regnete so vor sich hin, begleitet von leichtem Donnergrollen und zaghaften Blitzen. Nach kurzer Rückfrage bei den Interpreten verkündete Diakon Georg Beier: „Wir machen weiter im Programm.“ Schirme wurden aufgespannt, und das Präludium von Johann Pachelbel spielte Organist Löffler unterm Regenschirm, und auch seine geliebte Truhenorgel wurde gut beschirmt. Ergreifend intonierte die Sopranistin zwei Marienlieder des Barocks, einfühlsam auf der Orgel begleitet. In vollkommener Harmonie von Gesang und Orgel erklangen „Ich bete an die Macht der Liebe“, „Segne du Maria“ und „So nimm denn meine Hände“, gefolgt vom ergreifenden „Salve Regina“ von Giacomo Puccini.

Diakon Georg Beier dankte den Solisten „für dieses wunderbare musikalische Geschenk mitten in den Weinbergen“, sprach das Schlussgebet und spendete zum Andacht-Ausklang Gottes Segen. Organist Bernhard Löffler ließ mit dem Marsch von Jean Michel Fallouard seine Truhenorgel nochmals temperamentvoll dem Wetter trotzen und die wetterunempfindlichen Besucher spendeten „mit Schirm in der Hand“ freudigen Applaus.

Beherrschen ihr Metier – bei jeder Wetterlage: Ingrid Fraunholz und Bernhard Löffler.  Foto: Christel Dietmeier

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Beherrschen ihr Metier – bei jeder Wetterlage: Ingrid Fraunholz und Bernhard Löffler. Foto: Christel Dietmeier

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Erstellt:
17. August 2021, 14:00 Uhr
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