Lachen, toben und spielen mit der Baden-Badener Arbeiterwohlfahrt

Von Anna Strobel

Baden-Baden (ans) – Die AWO wuppt Ferienangebote für Grundschüler – natürlich unter erschwerten Bedingungen wegen Corona.

Lachen, toben und spielen mit der Baden-Badener Arbeiterwohlfahrt

Eva Pfistner und Alexander Wiener organisieren die Ferienbetreuung an der Grundschule Balg. Foto: Strobel

Fröhliches Kinderlachen dringt vom Gelände der Grundschule Balg auf den angrenzenden Parkplatz. Dort wird im Pool geplanscht, mit dem Kettcar um die Wette gefahren und nach Herzenslust getobt. Genau das habe den Kindern in den vergangenen Monaten gefehlt, erzählen Eva Pfistner und Alexander Wiener von der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Der Verband bietet dieses Jahr Ferienprogramm und -betreuung mit Corona-Schutzmaßnahmen an.

Eva Pfistner, die Leiterin der Baden-Badener AWO, bekam die Auswirkungen der Coronapandemie in ihrer Arbeit deutlich zu spüren. In den Pfingstferien rechnete sie mit 30 Kindern. „Von diesen konnten nur sieben tatsächlich teilnehmen, da sie noch nicht beschult worden waren und somit keinen Kontakt zu anderen Kindern hatten“, erklärt die Verbandschefin. Wenige Wochen zuvor war die Ferienbetreuung an Ostern sogar komplett ins Wasser gefallen. Während der Krise seien die Kinder „auf allen Ebenen zu kurz gekommen“.

Auch für die Pfingstfreizeit im Else-Stolz-Heim hat die AWO auf die Corona-Richtlinien reagiert auf die und die Freizeit auf 20 Teilnehmer beschränkt. Das aktuelle Betreuungsangebot auf dem Gelände der Grundschule Balg stelle eine Ausweichmöglichkeit zur Stadtranderholung im Else-Stolz-Heim dar. „Wir sind froh, den Eltern hier eine Alternativlösung anbieten zu können“, sagt Pfistner.

Coronabedingt gebe es zwar Einschränkungen, die beiden AWO-Mitarbeiter wollen den Kindern dennoch eine abwechslungsreiche Ferienzeit ermöglichen. Der Schutz der Kleinen wird dabei großgeschrieben. „Das fängt schon bei der Übergabe der Kinder am Schuleingang an“, so Jugend- und Ferienwerksleiter Alexander Wiener. Die Grundschüler werden von den Eltern vor der Schule abgesetzt und dann von pädagogisch geschulten Betreuern abgeholt.

Die Stimmung unter den Eltern ist gemischt

„Besucher von außerhalb müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen“, sagt Wiener. Zudem müsse jeder Betreuer den Mindestabstand einhalten. Beim gemeinsamen Mittagessen holen sich die Kinder ihre Teller einzeln ab, denn „am Tisch schöpfen geht natürlich gerade nicht“. Auch die Trinkbecher dürfen maximal einmal benutzt und müssen im Anschluss direkt abgespült werden. Zudem arbeite das Küchenpersonal mit Mundschutz. Außerdem „lüften und desinfizieren wir die Räume regelmäßig“.

Laut der Leiterin der AWO werde das Sommerbetreuungsprogramm „gut angenommen“. Die Stimmung unter den Eltern beschrieb sie dennoch als gemischt. „Manche Eltern haben Angst, ihre Kinder in die Betreuung zu geben“, ließ Pfistner anklingen. Vor allem Berufstätige seien jedoch dankbar für die Entlastung im Alltag. Bevor Eltern ihren Nachwuchs in die Obhut der Betreuenden geben dürfen, müssen sie bestätigen, dass sie nicht aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind. Wer sich anmelden möchte, kann dies über das Buchungsportal der AWO im Internet tun. „Online kann man prüfen, ob noch Plätze frei sind“, sagt Wiener. In der vierten Sommerferienwoche ist das beispielsweise der Fall. Für die Herbstferien sind bereits alle Plätze belegt. Im Dezember stehen dagegen noch Plätze zur Verfügung. Wer keinen Platz ergattern konnte, kann sich auf eine Warteliste setzen lassen.

Der Wohlfahrtsverband bietet über die gesamten großen Ferien Betreuung für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren an. An den Sommerangeboten können Kinder mit Wohnsitz in Baden-Baden teilnehmen. Inhaber des Baden-Badener Familienpasses erhalten einen Nachlass von 50 Prozent. Selbiges gilt für den Sommerspaß. Dieser ist ein weiteres Angebot der AWO und bietet vielfältiges Programm für Kinder und Jugendliche. Der Wohlfahrtsverband organisiert die Angebote und die jeweiligen Anbieter, etwa Vereine und andere Institutionen, führen sie aus. Auch bei den Anbietern des Sommerspaßes habe es große Unsicherheiten gegeben. „Dieses Jahr war es sehr schwierig, das Sommerspaßprogramm zusammenzustellen“, berichtet Wiener. „Abgesagt hat uns aber glücklicherweise keiner der Veranstalter“, freut er sich. Ein besonders beliebtes Angebot ist das Schnupperfliegen des Aero-Clubs Baden-Baden am letzten Wochenende der Feerien. Auch dafür sind noch Plätze frei. „Ich selbst habe leider Flugangst, sonst wäre ich auch schon längst mal mitgeflogen“, scherzt der Jugendwerksleiter.

www.unser-ferienprogramm.de/awo-baden-baden