Landesgartenschau kommt 2032 nach Offenburg

Offenburg (for) – Die Landesgartenschau macht Halt in der Ortenau: Offenburg richtet die LGS im Jahr 2032 aus. Vier Jahre später ist Rastatt am Zug.

Nachdem Lahr 2018 bereits Ausrichter war, kommt die Landesgartenschau 2032 erneut in die Ortenau. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa/Archiv

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Nachdem Lahr 2018 bereits Ausrichter war, kommt die Landesgartenschau 2032 erneut in die Ortenau. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa/Archiv

Die Entscheidung zur Ausrichtung der Landesgartenschauen (LGS) und Gartenschauen im Zeitraum 2031 bis 2036 ist gefallen: Am Dienstag hat das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) in Baden-Württemberg mitgeteilt, welche der Bewerberstädte den Zuschuss erhalten. Unter den sechs ausgewählten Kommunen sind die Stadt Offenburg als Ausrichter der LGS 2032 und die Stadt Rastatt als Ausrichter der LGS 2036. „Das ist ein schönes Weihnachtsgeschenk, nicht nur für alle Beteiligten, sondern für die ganze Stadt“, so Offenburgs Oberbürgermeister Marco Steffens (CDU). „Gerade nach diesem harten Jahr haben wir jetzt einen gewichtigen Grund, positiv in die Zukunft zu schauen.“

Für Baubürgermeister Oliver Martini sei die Entscheidung des Landeskabinetts „eine tolle Bestätigung, dass unser Konzept überzeugt hat.“ Die positiven Nachrichten seien aber kein Grund, jetzt die Hände in den Schoß zu legen: „Ich freue mich, dass wir jetzt mit den Planungen, die Kinzig erlebbar zu machen und Grünräume zu vernetzen, durchstarten und die Umsetzung vorbereiten können“, sagte er.

Kretschmann: „Nachhaltig mehr Grün schaffen

Finanzbürgermeister Hans-Peter Kopp unterstrich, dass es gerade in schwierigen Zeiten wichtig sei, Mut für langfristige Projekte zu haben: „Die Landesgartenschau in Offenburg ist ein Projekt für viele Generationen von Offenburgerinnen und Offenburgern, und deshalb darf und muss die Finanzierung auch langfristig gedacht werden.“ Mit dem ins Leben gerufenen Landesgartenschau-Fonds, der über 30 bis 35 Jahre laufen soll, setze die Stadt jährlich rund ein Prozent der Steuerkraft, aktuell also eine Million Euro pro Jahr, für das Stadtentwicklungsprojekt ein. Mit dem Fonds sei rechtzeitig der erste Grundstein für eine verlässliche Finanzierung der LGS gelegt worden.

„Mit Landesgartenschauen und Gartenschauen werden wir auch zukünftig den Städten und Gemeinden ermöglichen, eine Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft zugeben und sie dabei unterstützen, nachhaltig mehr Grün zu schaffen“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart. „Mit 17 Bewerbungen – davon acht für die Ausrichtung einer LGS und neun für die Ausrichtung einer Gartenschau – hatten wir eine sehr gute Ausgangslage“, so Kretschmann. Neben Offenburg und Rastatt hat auch Bad Mergentheim eine Zusage für die Austragung der LGS im Jahr 2034 erhalten. Die Gartenschau wird 2031 in Bretten, 2033 in Benningen/Marbach und 2035 in Riedlingen stattfinden. Das Land gewährleistet den ausrichtenden Städten einen Zuschuss in Höhe von maximal fünf Millionen Euro für eine Landesgartenschau und für eine Gartenschau in Höhe von maximal zwei Millionen Euro,

Peter Hauk (CDU), Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, bezeichnet die Großprojekte als „wahre Konjunkturprogramme, mit denen das Gesicht der Austragungsorte nachhaltig verändert werden kann.“


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