Landesligist SV Sinzheim präsentiert seinen Kader

Sinzheim (rap) – Neu-Trainer Michael Santoro will beim SVS eine andere Identität und Spielweise entwickeln. Dies benötige Zeit, sagte Vorstand Thomas Schöller. Ziel ist ein einstelliger Platz.

Die Neuen beim Landesligisten SV Sinzheim: Spielausschuss Christian Braun, Vorstand Sport Thomas Schöller, Ben N‘Gani, Simon Merkel, Fabian Schmidt, Jannik Koffler, Markus Frietsch, Maximilian Edelmann, Trainer Michael Santoro und Spielausschuss Dominik Hauns (hinten von links). Meral Tugay, Joshua Kunz, Dario Di Mino, Pablo Ullrich und Patrik Weiler (vorne von links). Foto: Frank Seiter

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Die Neuen beim Landesligisten SV Sinzheim: Spielausschuss Christian Braun, Vorstand Sport Thomas Schöller, Ben N‘Gani, Simon Merkel, Fabian Schmidt, Jannik Koffler, Markus Frietsch, Maximilian Edelmann, Trainer Michael Santoro und Spielausschuss Dominik Hauns (hinten von links). Meral Tugay, Joshua Kunz, Dario Di Mino, Pablo Ullrich und Patrik Weiler (vorne von links). Foto: Frank Seiter

Dass die Zeiten vorbei sind, in denen Fußballmannschaften nur in einem festgezurrten Spielsystem agieren können, zeigte in beispielloser Weise das DFB-Team bei der EM. Sturkopf Joachim Löw hatte keinen Plan B in der Hinterhand und flog folglich früh aus dem Turnier. Unterm Fremersberg soll das nicht passieren. Geht es nach Neutrainer Michael Santoro, dann hat der SV Sinzheim in der kommenden Saison in der Landesliga nicht nur einen Plan B, sondern gar eine dritte Alternative in petto.

„Wir wollen uns in der Vorbereitung drei Grundsysteme erarbeiten, um in der Lage zu sein, unsere Stärken an den jeweiligen Gegner anzupassen. Wir wollen variabel agieren“, erklärte der SVS-Coach am Sonntagmorgen bei der offiziellen Kadervorstellung im Fremersbergstadion. „Langfristiges Ziel soll es sein, dass wenn die Spieler neutrale Trikots anhätten, es erkennbar ist, dass dort der SV Sinzheim spielt“, führte Thomas Schöller weiter aus. Dies benötige jedoch „Zeit und Geduld. Wir wollen eine SVS-Identität aufbauen“, erklärte der Vorstand Sport. Eine fußballerische Spieleröffnung bis ins letzte Drittel hinein, aktiv mit und giftig gegen den Ball sein, frühes Gegenpressing mit frühen Ballgewinnen in aussichtsreichen Positionen – all das schwebt Santoro vor.

Mehr Möglichkeiten in der Offensive

Bei der Umsetzung sollen zwölf, dreizehn Neuzugänge, darunter sechs aus der eigenen A-Jugend, helfen. „Von den Neuzugängen möchte ich keinen besonders hervorheben. Wir haben die Spieler danach ausgewählt, dass sie uns sofort weiterhelfen können“, sagte Santoro der auf den früheren Spielertrainer Marcel Stern folgt, „und das sieht nach den ersten Trainingswochen auch absolut so aus.“

In der Offensive hat der Übungsleiter mit Maximilian Edelmann und Rückkehrer Simon Merkel zwei weitere Optionen dazubekommen, vom Bezirksligisten schließt sich Jannik Koffler an, der die Defensive verstärken dürfte. Und dazu gesellen sich noch einige vielversprechende eigene Talente, die sich ins Landesligateam spielen können, findet Santoro. Die eigene Jugend, so der SVS-Coach, sei „ohnehin das Prunkstück des Vereins. Das ist der Weg, den wir konsequent gehen müssen“.

Natürlich dauert so ein Prozess seine Zeit, die auch gerne mal Rückschläge beinhaltet, gerade junge Spieler unterliegen Formschwankungen. Das weiß Santoro, das wissen die SVS-Verantwortlichen, weshalb am Ende der Saison ein einstelliger Platz herausspringen soll. „Damit wären wir zufrieden. Das neue Trainerteam und die Mannschaft müssen sich erst finden. Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung der jungen Spieler“, sagte Santoro, der bei einer Trainingsbeteiligung zwischen 25 und 33 Akteuren mit der Vorbereitung bislang „sehr zufrieden“ ist. „In drei bis vier Wochen sind wir topfit“, verspricht er, also pünktlich zum Saisonstart am 8. August beim FV Schutterwald.

Dann geht’s los mit dem Plan A – falls der nicht klappt, hat Michael Santoro noch einen Plan B. Mindestens.

Zu- und Abgänge

Zugänge: Maximilian Edelmann, Patrik Weiler (beide FC Lichtental), Jannik Koffler (FV Ötigheim), Markus Frietsch (SV Weitenung), Darian Di Mino (SV 08 Kuppenheim), Julian Huber (SC Baden-Baden), Simon Merkel (SV Reutlingen), Pablo Ullrich (reaktiviert), Joshua Kunz, Ben N‘Gani, Raphael Reusch, Fabian Schmidt, Meral Tugay, Tiziano Italiano (alle eigene Jugend).

Abgänge: Marcel Stern, Frank Treml (beide SV Sasbach), Kazim Tasli (SV Oberachern), Christian Schlusser (VfB Unzhurst).

Trainer: Michael Santoro (erste Saison).

Ihr Autor

BT-Redakteur Christian Rapp

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Erstellt:
18. Juli 2021, 09:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 37sec

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