Landesschau zu Besuch bei BT-Autor Jörg Kräuter

Bühl (BT/hol) – Die „Landesschau Baden-Württemberg“ sendet am heutigen Montag in der Rubrik „Kurz und bunt“ einen Beitrag über Kabarettist, BT-Mitarbeiter und Künstler Jörg Kräuter aus Bühl.

Für das BT verfasst Jörg Kräuter den „Quetschewurm“. Foto: Joachim Eiermann

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Für das BT verfasst Jörg Kräuter den „Quetschewurm“. Foto: Joachim Eiermann

Der Autor des wöchentlich erscheinenden „Quetschewurm“ ist nicht nur für seine Texte bekannt, sondern auch als bildender Künstler: Gerade während der Pandemie hatte er viel Zeit, um sich in seinem Atelier auszutoben, teilt der SWR mit. Derzeit sind es handelsübliche braune Papiertüten, die er für das Schaffen neuer Objekte nutzt. Dafür tränkt er die Tüten mit einem Wasser-Kleister-Gemisch, wodurch das Papier eine verfremdete Struktur und Form erhält, die sich durch das Trocknen verfestigt. Wie die Endprodukte aussehen und was sein neuestes Projekt ist, erfahren die Zuschauer im TV-Beitrag.

Quetschwurm vom 7. Juni:

Summenes Tagblatt

Die etwas betagteren Jahrgänge unter den Lesern kennen noch das Kosewort „dufte Biene“. Es ist lange her, seit dieses Kosewort Konjunktur hatte. Jedoch trage ich es immer noch im Kopf, im Herzen und zuweilen auf der Zunge. Sehe ich eine reizende Frau auf der Straße, fliegt mir umgehend eine „dufte Biene“ im Kopf herum. Heutzutage ist die „dufte Biene“ aus dem Ranking der Kosenamen fast ganz verschwunden. Meine Recherchen ergaben: Mäuse, Elefanten, Schnecken, Enten, Würmer… erst auf Platz 18 die Zuckerbiene. Von einer „duften Biene“ weit und breit nichts zu sehen und zu hören. Jedoch nicht nur im Ranking der Kosenamen ist sie verschwunden, auch in unserer unmittelbaren Umgebung haben sich Bienen, Hummeln und Co. vom Acker gemacht. Es fehlt das Futter, die Wohnung und vor allem die menschliche Einsicht, dass mit dem Verschwinden der Bienen wieder eine große Kelle voll Schöpfung verloren geht. Am 20. Mai, es war der „Tag der Bienen“, geschah nun folgendes: Ich ziehe die Zeitung aus dem Briefkasten und vernehme ein leises Summen. Das gab es noch nie, seit ich Zeitung lese. Ein summendes Tagblatt. Gleich drei Berichte über das Sterben der Bienen waren zu lesen. Auf der Titelseite eine Biene im Großformat. Nachdem ich mir das ganze Ausmaß des Bienenschwundes vor Augen führte, schien es mir gegeben, mit einem kleinen Beitrag gegenzusteuern. Nun stellen Sie sich das vor: Ich sitze am Tisch, da tritt mein verschlafener Mausebär (bisheriger Kosenamen von Traudl) in die Küche. Was glauben Sie, wie ich meine Frau nicht nur liebevoll begrüßt, sondern auch meinen ökologischen Fußabdruck verbessert habe? Indem ich eine weitere „dufte Biene“ in die Welt setzte: „Gude Morge, Du Hummel!“

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Erstellt:
7. Juni 2021, 09:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 12sec

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