Langsames Internet: Frust im Ried wächst

Rastatt (ema) – Das Unternehmen Vodafone hat die schlechte Internetverbindung in Plittersdorf bis zum Spätsommer beheben wollen. Das misslang - und jetzt schwillt der Frust wieder an.

Vodafone hat es bislang nicht geschafft, die schlechte Internetverbindung zu verbessern. Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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Vodafone hat es bislang nicht geschafft, die schlechte Internetverbindung zu verbessern. Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Mit der einstigen Ankündigung hat sich das Telekommunikationsunternehmen wohl verhoben. Dort räumt man auf BT-Nachfrage nach wie vor „Kapazitätseinschränkungen“ in Plittersdorf und Teilen Rastatts ein. Zwar arbeite man seit dem Frühjahr an Kapazitätserweiterungen. Was konkret heiße: Für die 1.400 betroffenen Haushalte im Bereich Rastatt werde eine neue unterirdische Zufuhrtrasse zum Netzknotenpunkt in Karlsruhe gebaut. „Diese Arbeiten sind weit fortgeschritten“, heißt es bei Vodafone.

Noch unklar, wann Tiefbau fertig wird

Das Problem: Auf der neuen Strecke gebe es aktuell einzelne Abschnitte, bei denen die Tiefbauarbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Das Gesamt-Projekt „Kapazitätserweiterung Rastatt“ steht am Montag, 12. Oktober, auf der Tagesordnung der turnusmäßigen Sitzung des Festnetz-Planungsstabs für die Region Süd-West, informiert der Unternehmenssprecher. Anschließend könne man konkret sagen, wann die restlichen Tiefbauarbeiten vollendet, die aktuellen Baulücken geschlossen und somit die Kapazitätseinschränkungen vollständig beseitigt sein werden.

Vor allem Störungsmeldungen sorgen für Unmut

Im Frühjahr hatte die Darstellung von Vodafone gegenüber dem BT noch eher nach einer leichteren Übung geklungen. Als Ursache der schlechten Versorgung wurde ein Knotenpunkt in der Kernstadt genannt, dessen Zwei-Gigabit-Leitung verfünffacht werden sollte. Neben der Modernisierung von Anschlüssen müsse man Tiefbauarbeiten auf einer Länge von 50 Metern erledigen.

Der Unmut in Plittersdorf ist seit Jahren groß, weil Vodafone bei Störungsmeldungen keine Lösungen anbieten konnte. Ein Bürger startete eine Online-Petition. Eingeschaltet hat sich auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Whittaker.

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Erstellt:
12. Oktober 2020, 10:15 Uhr
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